Mitten im Stadtteil Yongsan liegt ein Bahnübergang, den man in Seoul so kaum mehr erwartet: der Baekbin-Bahnübergang. Die Menschen nennen ihn Ttaeng-Ttaeng-Straße, weil die Glocke, die jedes Mal beim Herannahen eines Zuges erklingt, genau diesen Laut macht.
Einer der letzten noch existierenden Bahnübergänge der Stadt Seoul
Am Baekbin-Bahnübergang rollen täglich Hunderte von Güterzügen der Linien Gyeongui-Jungang und Gyeongchun vorbei. Zwischen den Hochhäusern Seouls wirkt diese Szene ungewöhnlich vertraut und erinnert eher an frühere Jahrzehnte als an die Gegenwart.
Ein seltener Ort in einer modernen Stadt
Die meisten Bahnübergänge in Seoul sind längst verschwunden. Straßenbrücken und Unterführungen haben sie ersetzt, um den Verkehr reibungslos zu machen. Der Baekbin-Bahnübergang ist eine Ausnahme. Hier senken sich noch Schranken, es ertönt die Glocke, und die Straße bleibt stehen, bis der Zug vorbeigefahren ist.
Der Bahnübergang wirkt auch an den Gleisen idyllisch und romantisch
Für die Anwohner gehört das zum Alltag. Sie warten gelassen, überqueren danach die Schienen und gehen weiter. Für Besucher dagegen ist es ein Erlebnis, das man mitten in der Millionenstadt nicht erwartet. Viele halten an, filmen den Moment oder machen Fotos, die die besondere Stimmung einfangen.
Der Baekbin-Bahnübergang ist auch als „Ttaeng-Ttaeng-Straße“ bekannt, wegen des Geräusches der Warnklingel, die bei der Annäherung eines Zuges läutet
Der Baekbin-Bahnübergang zeigt, wie Technik früher in der Stadt funktionierte und dass es manchmal nicht die großen Sehenswürdigkeiten sind, die Eindruck hinterlassen, sondern kleine Details im Alltag.
Der Bahnwärter mit der roten Fahne
Auffällig ist, dass es trotz Schranken und Warnsignalen noch einen Bahnwärter gibt, der diesen Übergang betreut. Sobald sich ein Zug nähert, verlässt er sein kleines Häuschen und tritt hinaus auf die Straße. In der Hand hält er eine rote Fahne, mit der er den Halt zusätzlich anzeigt. Erst wenn der Zug vorbeigefahren ist, senkt er die Fahne und geht zurück.
Er lächelt dabei oft Passanten zu oder wechselt ein paar Worte mit ihnen. Vermutlich auch, weil er schon so lange hier arbeitet und viele Menschen kennt, die den Baekbin-Bahnübergang regelmäßig überqueren.
Der Bahnwärter hat immer Zeit für einen Plausch mit Anwohnern
Kulisse für K-Drama und Film
Berühmt wurde der Bahnübergang durch die Serie „My Mister“ mit IU und Lee Sun-kyun. In einer der bekanntesten Szenen gehen ihre Figuren über die Gleise, als sich die Schranken senken. Während sie nebeneinanderstehen und der Zug vorbeifährt, entsteht ein Moment, der die besondere Stimmung des Ortes perfekt einfängt.
Auch „Police University“ nutzte die Kulisse. Darüber hinaus taucht er in „Signal“, „Punch“ und „Black Dog“ auf. Jede dieser Serien hat den Übergang auf ihre Weise in Szene gesetzt und dazu beigetragen, dass er heute als ikonischer Ort gilt.
Der Ort wurde durch die koreanischen Dramaserien „My Mister“ und „Signal“ einem breiten Publikum bekannt und ist ein beliebter Drehort
Für viele Fans ist es ein besonderer Moment, an der Ttaeng-Ttaeng-Straße zu stehen und die reale Kulisse mit den Bildern aus den Dramen zu vergleichen.
Zwischen Hochhäusern und Hinterhöfen
Der Baekbin-Bahnübergang liegt nur wenige Minuten vom Bahnhof Yongsan entfernt. Der Bahnhof ist groß und imposant und gehört zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten der Stadt. In seiner Umgebung stehen moderne Hochhäuser, Einkaufszentren und der Yongsan Electronics Market mit seinen vielen Gebäuden und Läden.
Der Bahnhof Yongsan ist nur wenige Minuten entfernt und ist der Start zum Baekbin-BahnübergangAuch der Bahnhofsvorplatz des Yongsan Bahnhof und die Umgebung ist sehenswert
Der Bahnübergang selbst liegt an der Yongnidan-gil, einer Straße, die sich vom Bahnhof Yongsan bis zu den Stationen Sinyongsan und Samgakji zieht. Dort reihen sich Cafés, Restaurants und kleine Geschäfte aneinander, die besonders bei jüngeren Menschen beliebt sind und die Gegend auch in sozialen Netzwerken bekannt gemacht haben. Gleichzeitig prägen schmale Straßen, schlichtere Häuser und kleine Werkstätten das Bild, oft mit dem Charme von Hinterhöfen.
Yongnidan-gil die Straße, über die der Bahnübergang verläuft
Man sieht ältere Menschen, die sich vor ihren Häusern unterhalten, hört das Klappern von Geschirr aus den Restaurants und riecht den Duft von frisch zubereiteten Speisen. Diese Mischung macht den besonderen Reiz der Umgebung aus, modern und lebendig, aber zugleich vertraut und fast ländlich.
in der Umgebung findet man nostalgische kleine Häuschen und Restaurants, umgeben von Hochhäusern
So findet man den Bahnübergang
Der Baekbin-Bahnübergang ist bis heute so etwas wie ein Geheimtipp. Wer ihn sieht, ist überrascht, dass es mitten in Seoul noch einen Ort dieser Art gibt.
Er befindet sich im Stadtteil Yongsan, nur wenige Minuten vom Bahnhof Yongsan entfernt. Von der U-Bahn-Linie 1, Station Yongsan, Ausgang 1, erreicht man ihn in etwa zehn Minuten zu Fuß. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann anschließend die umliegenden Straßen erkunden, in denen sich kleine Restaurants, Cafés und Werkstätten finden.
Ein Besuch lohnt sich, nicht nur wegen des Bahnübergangs selbst, sondern um auch das bezaubernde Viertel zu erkunden, das ihn umgibt.
Der Baekbin-Bahnübergang ist nicht nur ein beliebter Drehort für K-Dramen, sondern auch ein cooler Foto-Hotspot in Seoul
Mehr als ein Fotospot
Der Baekbin-Bahnübergang ist mehr als eine technische Einrichtung. Er ist ein Ort, an dem sich Vergangenheit und Gegenwart begegnen, wo Alltag zur Kulisse wird und wo Besucher einen Teil von Seoul erleben, den man sonst kaum noch findet. Viele kommen gezielt hierher, um Fotos oder Selfies zu machen, und genau das passt zu diesem Platz, weil er in Seoul einzigartig ist. Wer hier steht, versteht, warum viele von diesem Ort mit leuchtenden Augen erzählen.
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/01/Teaser-7.png500800ManuelManuel2026-01-25 07:55:482026-01-25 07:55:48Baekbin-Bahnübergang: Ein Hauch Nostalgie mitten in Seoul
Am 27. September ist Welttourismustag. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Tourism and Sustainable Transformation“. Es geht darum, Reisen neu zu denken und nachhaltiger zu gestalten.
Korea zeigt eindrucksvoll, wie das gelingen kann. Mit innovativen Konzepten und einer klaren Förderung von Tourismus hat sich das Land nicht nur zu einem der beliebtesten Reiseziele weltweit entwickelt, sondern auch zu einem Vorreiter, wenn es um neue Ansätze im Tourismus geht.
Der Gyeongbokgung Palast gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Korea
2024 haben rund 16,4 Millionen Menschen Korea besucht. Das war ein Zuwachs von fast 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr und entspricht bereits wieder knapp 94 Prozent des Rekordniveaus von 2019 vor der Pandemie. Während viele Länder noch aufholen, ist Korea längst zurück. Kraftvoll, kreativ und einladend.
Einen wichtigen Anteil daran hat das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus (MCST), das mit klaren Strategien und Förderprogrammen den Tourismus stärkt und neue Trends setzt. Mich beeindruckt, wie konsequent Korea den Tourismus fördert und weiterentwickelt und wie sehr sich das Land auf seine Gäste einstellt.
Klassische Ziele und Fotomotive in Korea sind die historischen Paläste und Plätze
Wie Menschen Korea kennenlernen
Wenn Menschen nach Korea reisen, geht es längst nicht mehr nur um Paläste, Tempel oder moderne Architektur. Viele haben ihren ersten Kontakt zu Korea über K-Pop, K-Dramen oder die Sprache gefunden. Unter den jüngeren Besuchern reisten 32 % hauptsächlich wegen Hallyu-Inhalten, also K-Pop, K-Dramen oder anderen Angeboten der Koreanischen Welle, nach Korea.
Durch die Hallyu-Welle, mit K-Dramen und K-Pop, lernen viele Menschen erstmals Korea kennen und planen es als Reiseziel
Während K-Pop vor allem für Begeisterung für Korea sorgt, sind es die K-Dramen (Serien und Filme), die ein Bild vom Alltag zeichnen und den Wunsch wecken, das selbst so zu erleben: Picknicks am Hangang, Barbecue mit Soju, Café-Besuche oder ein Abend im Noraebang (Karaoke-Raum) und viele andere alltägliche Dinge.
Wer nach Korea reist, erkennt sie wieder und macht sie selbst zum Teil der eigenen Reise. Bei meinen Aufenthalten in Korea habe ich dabei oft ein kleines Déjà-vu-Erlebnis. Plötzlich finde ich mich in Situationen wieder, die ich zuvor nur aus K-Dramen kannte.
Alltagsszenen in K-Dramen spielen oft in einem Convenience Store, sodass es sich dort sehr vertraut anfühlt, wenn man einen Store betritt
Neben K-Dramen und Filmen prägen auch soziale Medien wie Instagram oder TikTok das Bild vom Alltag. Besonders Beiträge von Touristen und von Menschen, die in Korea studieren oder arbeiten, setzen andere Schwerpunkte: Beauty-Behandlungen, Shopping, Streetfood oder angesagte Hotspots. Viele Besucher lassen sich davon inspirieren und probieren genau das während ihrer Reise selbst aus. Auch ich habe schon oft erlebt, dass mich ein Beitrag oder ein Tipp neugierig gemacht hat und ich es dann in Korea selbst ausprobiert habe.
Wenn Koreaner ihre Freizeit und ihren Alltag genießen, kann es auch mal voll sein. Spaß macht es ihnen trotzdem und wer mit in den Alltag eintaucht, hat sicherlich auch als Gast in Korea viel Spaß
Genau hier setzt das Konzept Dailycation an. Der Begriff verbindet „daily“ (Alltag) und „vacation“ (Urlaub). Gemeint ist eine Form des Reisens, bei der Sehenswürdigkeiten ihren Platz haben, ergänzt durch Dinge, die Koreaner in ihrem Alltag tun.
Dailycation und was dahintersteckt
Dailycation gewinnt dabei immer stärker an Bedeutung für den koreanischen Tourismus. Das zeigt auch ein informativer Artikel auf Korea.net, der sich auf eine Studie des Ministeriums für Kultur, Sport und Tourismus stützt: https://german.korea.net/NewsFocus/Society/view?articleId=265801
Am stärksten nachgefragt sind Friseursalons und Kosmetikstudios, die mehr als ein Drittel der Befragten nannten. Dahinter folgen Shopping in Läden und Pop-up-Stores, die Trends direkt erlebbar machen. Für Erholung stehen besonders der Hangang-Fluss und Parks, die fast jeder Tourist einmal besucht. Auch das Thema Essen zeigt, wie eng Alltag und Reise zusammengehören. Rund ein Fünftel der Befragten entscheidet sich für Korean Barbecue. Cafés und Desserts sind fast ebenso beliebt. Dazu kommen One-Day-Classes, in denen man kocht, töpfert oder tanzt.
Inzwischen für mich Alltagsroutine in Korea: Beautybehandlungen
Diese Zahlen machen deutlich: Dailycation ist längst mehr als eine Idee. Es sind die alltäglichen Dinge, die für viele Besucher zum eigentlichen Erlebnis werden.
Was Dailycation für mich bedeutet
Es geht nicht darum, etwas nachzuspielen oder so zu tun, als wäre ich Einheimischer. Ich bin in Korea als Gast, und genauso erlebe ich das Land. Dailycation bedeutet für mich, dass selbst ganz normale Dinge Teil meiner Reise werden. Sie fügen sich ein, ohne dass ich sie planen müsste, und machen den Aufenthalt lebendig. Für mich wird Dailycation dann spürbar, wenn ich Dinge erlebe, die für viele in Korea ganz normal sind, für mich aber etwas Besonderes werden.
Schon an kleinen Dingen merke ich, wie sehr ich den Alltag in Korea aufnehme. Ich trage Accessoires wie ein BT21-Stofftier am Rucksack, benutze im Sommer selbstverständlich einen Handventilator oder ziehe bei Regen Crocs oder Gummistiefel an. Ich klebe mir sogenannte Acne Patches über Hautunreinheiten oder kühle mich mit Pads auf der Stirn. Für mich sind das keine nachgemachten Gesten, sondern praktische Dinge, die einfach Sinn ergeben und dadurch zu meinem Alltag werden.
Ob die Onlinebestellung und Lieferung über Coupang oder auch die Anhänger am meinen Rucksack: für Koreaner ist normaler Alltag, für mich eintauchen in koreanische Alltagskultur und somit auch mein Alltag
Was in Korea alltäglich und wichtig ist
Beauty und kosmetische Behandlungen zeigen, wie stark Ästhetik und ein gepflegtes Erscheinungsbild in Korea zum Alltag gehören. Was in Deutschland oft als Wellness oder Luxus verstanden wird, ist hier etwas Selbstverständliches. Ich gehe zum Friseur, lasse meine Haut analysieren, mache Gesichtsbehandlungen, nehme mir Zeit für Maniküre und Pediküre und gönne mir Scalp Treatments.
Scalp Treatment Behandlung. Für mich inzwischen selbstverständlich, eben Dailycation pur
Essen hat in Korea einen besonderen Stellenwert. Oft heißt es nicht „Wie geht es dir?“, sondern „Hast du schon gegessen?“. Ich grille alleine oder mit Freunden Schweinebauch oder Rippchen beim Barbecue, bestelle Chicken mit Bier und Soju oder sitze abends im Pocha.
Einfach Alltag: Essen, Soju trinken oder mit dem Ventilator in der U-Bahn gegen die Hitze antreten. Diese Bilder sieht man in Korea und Seoul überall
Auch am Hangang gehört Essen dazu: mit Freunden Ramyeon essen, Picknick machen oder allein mit einem Kaffee am Ufer sitzen. Viele sagen: „Wer am Hangang kein Ramyeon gegessen hat, hat den Hangang nicht wirklich erlebt.“ Ich kann das nur bestätigen. Und am Cheonggyecheon Stream, wenn ich die Füße ins Wasser halte und die Stimmung auf mich wirken lasse, fühle ich mich ebenso mitten im Alltag.
Wer den koreanischen Alltag spüren will, kommt um ein Ramyeon am Hangang nicht vorbei
Convenience Stores gehören für mich fest zum Alltag in Korea. Sie sind an fast jeder Ecke zu finden und rund um die Uhr geöffnet. Ich hole mir dort gelegentlich ein schnelles Frühstück, mache mir Ramyeon, kaufe Snacks oder einen Kaffee. Oft esse ich direkt im Laden, weil es so unkompliziert ist.
Für einen K-Pop Tanzkurs ist man nie zu alt. Ich habe mich in Gangnam für eine Stunde wie das achte Mitglied von BTS bei meinen Moves gefühlt. Der Tanzlehrer sieht das vielleicht anders, aber es war ein großer Spaß und ein intensiver Kontakt mit der K-Pop Kultur in Korea
Cafés haben in Korea einen besonderen Stellenwert. Ich bestelle dort meist einen Iced Americano oder etwas Süßes. Für viele Koreaner sind Cafés mehr als Orte zum Verweilen, sie werden wie ein zweites Arbeitszimmer oder ein Lernplatz genutzt. Auch ich habe den ein oder anderen Artikel als Honorary Reporter schon in einem Café in Seoul geschrieben.
Klassische Alltagsszenen, die ich gerne auch mache: im Café sitzen, im Convenience Store etwas essen, die Freizeit am Hangang genießen oder am Cheonggyecheon Stream eine kurze Pause machen und das Leben genießen
Shopping ist für mich ebenfalls Dailycation. Ich kaufe Kosmetik bei Olive Young, finde Kleidung in Boutiquen oder Kaufhäusern und stöbere bei Daiso nach Alltagsdingen.
Dailycation definiert sich mit Shopping. Besonders beliebt sind kosmetische Produkte
Zur Freizeit gehört vieles, das für Koreaner selbstverständlich ist. Ich nehme an einem Kochkurs teil, entspanne im Jjimjilbang, gehe abends in einen Pub oder verbringe Zeit in einer Gaming-Halle. Dort spiele ich Dart oder probiere mein Glück am Automaten mit dem Greifarm.
Game Hallen und Spiele sind Korea sehr beliebt. Ich bin am Abend unterwegs, lerne Leute kennen und habe meinen Spaß
Im Noraebang (Karaoke) singe ich und im Photo Booth entstehen Erinnerungsfotos, die typisch für Korea sind.
Photo Booth ist Alltagskultur pur. Macht man einfach. Eine Erinnerung an einen besonderen Moment mit Freunden festhalten oder für sich ein paar spaßige Erinnerungen schaffen
In all solchen Momenten entstehen oft auch nette Begegnungen. Daraus sind im Laufe der Zeit auch Freundschaften gewachsen, die bis heute halten. Etwas Besonderes war für mich die Einladung zu einer koreanischen Hochzeit, ein Erlebnis, das mir den Alltag noch nähergebracht hat.
Im Laufe der vielen Besuche in Korea habe ich viele Freundschaften geschlossen und unternehme mit meinen Freunden meist typisch koreanische FreizeitaktivitätenGanz selbstverständlich stehe ich am Grill. Es ist eben koreanischer Alltag und ich finde mich in Dailycation wieder
Fazit
Korea zeigt, dass Tourismus mehr sein kann als das Abhaken von Sehenswürdigkeiten. Das Land öffnet Besuchern Türen in den Alltag und macht damit genau das erlebbar, was Reisen unvergesslich macht. Wer nach Korea kommt, entdeckt nicht nur ein Reiseziel, sondern eine Kultur, die ihre Gäste willkommen heißt und ihnen erlaubt, am Leben teilzuhaben.
Abends spontan noch zu einem Markt gehen und eine Kleinigkeit essen. Nicht als touristisches Highlight, sondern um koreanischen Alltag zu genießen
Dailycation steht für diesen Ansatz. Es macht deutlich, dass gerade die kleinen Dinge wie ein Cafébesuch, ein Abend am Hangang oder eine Beauty- und Kosmetikbehandlung zu Erlebnissen werden, die bleiben.
Gerade diese Mischung macht Korea so spannend: große Eindrücke und kleine Momente, die man nur hier erlebt. Am besten reist du selbst nach Korea und entdeckst, wie vielseitig und lebendig dieses Land ist.
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/01/teaser-6.png500800ManuelManuel2026-01-25 07:55:082026-01-25 07:55:08[MISSION] Welttourismustag: Korea als Vorreiter im Tourismus
Viele Reisende stehen in Korea vor der Frage, wie sie vor Ort am besten bezahlen. Manche besitzen gar keine eigene Kreditkarte, andere müssen im Ausland mit hohen Fremdwährungsgebühren rechnen. Besonders praktisch ist der WowPass für alle, die zum ersten Mal nach Korea kommen oder bisher nie eine Kreditkarte benötigt haben. Gerade junge Leute verfügen oft noch über keine eigene Karte, für sie ist der WowPass daher eine ideale Lösung.
Der WowPass ist eine echte Alternative zu Kreditkarten mit günstigen Wechselkurs
Der offizielle Slogan lautet „Pay like a local“. Genau das beschreibt den WowPass perfekt, denn Kartenzahlung wird in Korea damit so einfach wie für Einheimische. Gleichzeitig ist Korea ein Land der Kartenzahlungen, in dem Bargeld kaum noch eine Rolle spielt. Auch ich habe mir bei meinen Aufenthalten Gedanken gemacht, wie ich am besten bezahle: nur mit Kreditkarte, mit Bargeld oder ob es eine andere Möglichkeit gibt. Heute nutze ich beides, Kreditkarte und WowPass, und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Bargeld nutze ich kaum noch.
Was ist der WowPass
Der WowPass ist eine aufladbare Prepaid-Karte, die speziell für ausländische Gäste in Korea entwickelt wurde. Sie kombiniert zwei Funktionen: Zum einen kann ich mit ihr wie mit einer normalen Bankkarte in Geschäften, Restaurants oder im öffentlichen Nahverkehr bezahlen. Zum anderen nutze ich sie gleichzeitig wie eine T-Money-Karte für Busse und U-Bahnen in ganz Korea.
Wichtig ist, dass der WowPass nicht nur in Seoul funktioniert, sondern landesweit eingesetzt werden kann. Überall dort, wo Kartenzahlung möglich ist, akzeptieren Geschäfte und Restaurants auch den WowPass. Meine eigene Nutzung hat gezeigt, dass er zuverlässig funktioniert, sogar an Orten, an denen internationale Kredit- oder Debitkarten nicht angenommen wurden.
Man findet die WowPass Automaten vor allen an den U-Bahnstationen in Seoul, aber auch im ganzen Land
Wo erhalte ich ihn
Die WowPass-Automaten stehen an zentralen Orten. Am einfachsten finde ich sie gleich nach der Ankunft am Flughafen Incheon, wo mehrere Maschinen in der Ankunftshalle zu finden sind. Auch in Seoul sind sie weit verbreitet, vor allem in großen U-Bahnhöfen. Insgesamt gibt es über 300 Aufladeautomaten in Korea. Die meisten stehen in Seoul und Busan, doch auch in Städten wie Daegu, Ulsan oder auf Jeju Island sind sie vorhanden. Wer möchte, kann die Karte sogar schon vorab online reservieren und dann am Automaten abholen. Für die Ausstellung wird ein Reisepass benötigt, da die Karte auf den Namen des Inhabers registriert wird.
So bediene ich die Automaten
Die Automaten sind mehrsprachig und lassen sich leicht bedienen. Anstatt Daten manuell einzugeben, scanne ich einfach meinen Reisepass, ähnlich wie bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen. Anschließend kaufe ich einmalig eine WowPass-Karte für 5.000 KRW (etwa 3,50 Euro). Diese Gebühr wird direkt mit der ersten Aufladung verrechnet. Danach entscheide ich, wie viel Startguthaben ich aufladen möchte.
Der WowPass ist an den Automaten mit Reisepass-Scan erhältlich. Aufladen Der Karte funktioniert mit Bargeld
Als ich das erste Mal meinen Reisepass eingescannt habe und die Karte wenige Minuten später in der Hand hielt, war ich überrascht, wie einfach es ging. Besonders wichtig ist, dass sich der WowPass direkt mit Bargeld befüllen lässt. Insgesamt akzeptieren die Automaten 16 verschiedene Währungen, darunter Euro, US-Dollar, japanische Yen oder chinesische Yuan. Genau das macht den WowPass für viele Reisende attraktiv, die keine eigene Kreditkarte besitzen oder diese ungern im Ausland nutzen.
Der WowPass mit T-Money Karte ist Zahlkarte und Transportation Card in einem
Im Anschluss füge ich die Karte in der App hinzu. Wichtig zu wissen: Der WowPass funktioniert auch ohne App und kann wie eine normale Karte genutzt werden. Praktisch ist außerdem, dass man an den Automaten nicht nur die Karte mit Bargeld aufladen, sondern bei Bedarf auch Bargeld tauschen kann, etwa Euro in koreanische Won. Ganz ohne Bargeld sollte man in Korea nicht unterwegs sein. Mir persönlich reichen dafür meist 50 Euro, die ich in Won umtausche und für kleinere Ausgaben bereithalte.
Am Ende der Reise ist es außerdem möglich, sich das Restguthaben wieder auszahlen zu lassen. Oder man lässt, so wie ich, den Betrag einfach auf dem WowPass. Die Karte ist sechs Jahre gültig, sodass sich das Guthaben problemlos für die nächste Reise nutzen lässt.
Wie lade ich die Karte wieder auf
Geht das Guthaben zur Neige, ist das Aufladen unkompliziert. Entweder nutze ich erneut einen Automaten oder ich lade den Betrag über die zugehörige App auf. Dort lässt sich auch jederzeit der aktuelle Kontostand prüfen. Besonders praktisch finde ich, dass man kleine Beträge flexibel nachladen kann und nicht gleich hohe Summen einzahlen muss.
Die App im Alltag
Besonders spannend ist die zugehörige App, die den WowPass noch nützlicher macht. Bei jeder Kartenzahlung in Korea erhalte ich sofort eine Push-Nachricht über den Betrag und sehe direkt mein Restguthaben. Ich habe es als sehr beruhigend empfunden, dass ich bei jeder Zahlung sofort wusste, wie viel Geld ich noch zur Verfügung habe. Das gibt mir ein gutes Gefühl, weil ich meine Ausgaben im Blick behalte und keine bösen Überraschungen erlebe.
In der App erhält man einen Überblick über sein Guthaben und die Ausgaben
Auch die T-Money-Funktion ist integriert. Habe ich meine Transportkarte mit Guthaben aufgeladen, zeigt mir die App den verfügbaren Betrag ebenfalls an. Damit habe ich Bus- und U-Bahn-Kosten jederzeit im Blick.
Zusätzlich gibt es in der App einen Store mit zahlreichen Rabattgutscheinen. Diese lassen sich aktivieren und einmalig nutzen. Beim Einkaufen oder bei Eintrittskarten spart man damit bares Geld. Rabatte gibt es zum Beispiel bei Ketten wie Olive Young, Daiso, CU, GS25, Lotte Mart, Emart, Compose Coffee oder Paris Baguette. Auch bei touristischen Attraktionen wie dem N Seoul Tower sind Preisnachlässe möglich.
Für Gäste attraktiv: mit dem WowPass gibt es in ausgewählten Läden Rabatte
Eine weitere Funktion ist die integrierte Karte, die mir anzeigt, wo der nächste WowPass-Automat steht, um Guthaben nachzuladen. Außerdem kann ich meine gesamte Ausgabenhistorie einsehen und so meine Finanzen transparent nachverfolgen.
Welche Vorteile habe ich
Der WowPass ist nicht nur bequem, sondern auch kostenfrei nutzbar. Für Währungsumtausch, Aufladung und Kartenzahlungen fallen keine Gebühren an, auch Jahresgebühren gibt es nicht. Lediglich beim Bargeldbezug wird eine kleine Gebühr von 1.000 KRW (etwa 0,70 Euro) fällig, wenn ich Won an einem WowPass-Automaten abhebe.
In der App kann man die Standorte der WowPass Automaten finden
Mich hat interessiert, ob der WowPass wirklich so gut ist, wie behauptet. Deshalb habe ich im August 2025 meinen eigenen Vergleichstest gemacht: Ich habe meinen WowPass mit 100 Euro aufgeladen und innerhalb einer Stunde Zahlungen mit verschiedenen Karten sowie dem WowPass ausgewertet. Um die Vergleichbarkeit zu sichern, habe ich jeweils 100.000 KRW betrachtet.
Der offizielle Referenzwert bei 100.000 KRW lag zu diesem Zeitpunkt bei 62,34 EUR. Mein Vergleich hat gezeigt, dass der Kurs des WowPass dem von internationalen Banken wie Barclays, N26 oder Wise entspricht. Lediglich Revolut war bei meinen Tests ein paar Cent günstiger. Für klassische Kreditkarten wie die vieler Sparkassen oder Volksbanken, die im Schnitt 1,75 bis 2 Prozent Fremdwährungsgebühr erheben, ist der Unterschied jedoch deutlich.
Das Ergebnis bestätigt, dass der WowPass sehr konkurrenzfähig ist und gerade im Vergleich zu Bargeldtausch in Wechselstuben oder Banken eine attraktive Option darstellt.
Fazit
Für mich ist der WowPass inzwischen fester Bestandteil jeder Reise nach Korea. Er erleichtert den Alltag, weil ich sowohl im Verkehr als auch in Geschäften unkompliziert bezahlen kann. Gleichzeitig spare ich Gebühren und nutze Rabatte. Die App macht das Ganze besonders komfortabel, weil ich jederzeit den Überblick über meine Ausgaben habe und zusätzliche Gutscheine nutzen kann. Meine eigene Erfahrung hat außerdem gezeigt, dass der WowPass landesweit zuverlässig funktioniert, sogar an Orten, wo internationale Karten nicht angenommen werden. Ich möchte ihn auf Reisen nach Korea nicht mehr missen.
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/01/01.png500800ManuelManuel2026-01-25 07:54:162026-01-25 07:54:16Reisetipp: Einfach bezahlen in Korea mit dem WowPass
Wenn ich in Korea mit meinen Freunden in Kontakt bleibe, läuft das fast ausschließlich über KakaoTalk. Die App ist allgegenwärtig, sie gehört zum Alltag wie das Smartphone selbst. Nachrichten, Fotos, kurze Sprachnachrichten oder Gruppenchats, alles läuft hier zusammen.
Für mich ist KakaoTalk längst unverzichtbar geworden, weil ich damit nicht nur private Gespräche führe, sondern auch Termine vereinbare, zum Beispiel für Beauty-Behandlungen oder einen Besuch im Nagelstudio. Praktisch ist auch der integrierte Kalender, mit dem sich Termine direkt in der App eintragen lassen.
Die meisten Koreaner sprechen übrigens gar nicht von “KakaoTalk”, sondern nutzen die kurze Abkürzung “Katok” (카톡). Zwei Silben, die sofort verstanden werden und längst zum festen Bestandteil des Alltags gehören.
Übersicht über Freunde, aktuelle Chats und ein Kontrollzentrum in KakaoTalk. Den Hintergrund kann man selbst anpassen
Auch in Deutschland bleibe ich über KakaoTalk mit koreanischen Freunden in Verbindung. Selbst Bekannte, die in Deutschland leben, aber einen Bezug zu Korea haben, nutzen die App. So ist KakaoTalk für mich zu einem festen Bestandteil der Kommunikation geworden, egal in welchem Land ich gerade bin.
Warum KakaoTalk und nicht WhatsApp?
In Deutschland ist WhatsApp der Standard. Wer nach Korea kommt, merkt jedoch schnell, dass diese App hier kaum eine Rolle spielt. Die allermeisten nutzen KakaoTalk, und zwar von jung bis alt. KakaoTalk wurde in Korea entwickelt und bietet neben Nachrichten viele weitere Funktionen, die den Alltag erleichtern. So kann man mit einem Klick einen Standort teilen, ein Taxi rufen oder Gruppentermine koordinieren. Auch Videoanrufe sind möglich, ebenso wie Gruppen-Chats mit vielen Teilnehmern. Für offene Gespräche gibt es zudem „Open Chats“, in denen jeder mitreden kann, ohne sich vorher kennen zu müssen. Viele Menschen haben deshalb keinen Grund, auf eine ausländische App wie WhatsApp auszuweichen.
So sehen die Nachrichten aus. Viele nutzen gerne eigene Emojis oder so wie ich einen eigenen Hintergrund
Mehr als nur eine Messenger-App
Kakao ist weit mehr als KakaoTalk. Der Konzern hat in den letzten Jahren ein ganzes Ökosystem aufgebaut. Mit KakaoMap navigiere ich in Seoul durch die Straßen, mit KakaoMetro plane ich Fahrten mit der U-Bahn, mit Kakao T buche ich Taxis oder andere Fahrdienste.
Einige Dienste sind allerdings für Ausländer nicht zugänglich. KakaoPay, das von vielen Koreanern selbstverständlich genutzt wird, kann ich selbst nicht verwenden, da dafür eine koreanische Bankverbindung und eine registrierte Mobilnummer erforderlich sind. Dafür habe ich eine eigene Kakao-E-Mail-Adresse, die ebenfalls fest mit dem Konto verknüpft ist und mir den Austausch mit Freunden und Bekannten erleichtert.
Spannend sind die offiziellen KakaoTalk-Kanäle. Restaurants, Cafés oder Veranstalter nutzen sie, um Gäste direkt anzusprechen. Ich bekomme so regelmäßig Informationen über Ausstellungen, Konzerte oder auch Restaurantangebote. In einem Café reicht oft ein kleiner QR-Code am Eingang, den man scannt, und schon landen die Neuigkeiten automatisch im KakaoTalk-Chat. Die meisten dieser Kanäle sind allerdings fast ausschließlich auf Koreanisch, was für Ausländer eine kleine Hürde darstellen kann.
Die vielen möglichen Emojis kann man kostenlos oder günstig im Store laden und in den Chats nutzen
Wer in einer fremden Sprache nicht sicher ist, kann innerhalb der Chats die eingebaute Übersetzungsfunktion nutzen. Sie liefert keine perfekte Übersetzung, doch meist reicht sie, um den Sinn zu verstehen. So erschließt sich der Inhalt zumindest grob und ermöglicht es mir, auch koreanischsprachige Nachrichten oder Kanäle sinnvoll zu nutzen.
Interessant finde ich auch, wie offen Koreaner mit KakaoTalk umgehen. Ich bin schon in Pubs oder in Restaurants von Tischnachbarn angesprochen worden, die direkt nach meinem KakaoTalk-Namen fragten, um mit mir in Kontakt zu bleiben. Praktisch ist dabei die Möglichkeit der sogenannten Open Chats. Damit legt man eine Art Alias an und kann so kommunizieren, ohne den eigentlichen Hauptaccount preiszugeben.
Kakao Friends: Kultfiguren mit Charme
Ein fester Bestandteil von KakaoTalk sind die Kakao Friends. Diese Comicfiguren haben längst Kultstatus erreicht. Ob Ryan, der etwas ernste Löwe ohne Mähne, oder Apeach, die freche Pfirsichfigur, sie tauchen überall auf.
Kakao Friends der Store rund um KakaoTalk und den Charakteren
In Seoul gibt es eigene Kakao Friends Stores, in denen man Plüschtiere, Schreibwaren oder Alltagsgegenstände mit den beliebten Figuren kaufen kann.
Ein Blick in einen Kakao Friends Store
Ich selbst bin ein großer Fan von Ryan und vor allem von Choonsik, der kleinen Katze, die an Ryans Seite steht. In meinem Alltag habe ich gleich mehrere Dinge von Choonsik: eine Stofffigur, Notizbücher und sogar meine Computermaus. Die Figuren begleiten mich also nicht nur digital in Chats, sondern auch physisch am Schreibtisch. Sticker und Emojis mit den Charakteren nutze ich regelmäßig, wenn ich mit meinen koreanischen Freunden schreibe. Ich liebe die Vielzahl an Emojis, die man kostenlos erweitern oder für wenig Geld kaufen kann. Mit der Zeit habe ich mir eine riesige Sammlung zugelegt, die für alle Gelegenheiten passt.
Ich selbst bin ganz großer Fan von Choonsik. Selbst meine Computermaus ist Choonsik von Kakao Friends
Wenn das Smartphone Katok ruft
Wer einmal in Seoul mit der U-Bahn fährt, wird schnell auf ein Geräusch aufmerksam: auf die typische KakaoTalk-Benachrichtigung. „Katok“ kurz und prägnant, zwei Silben, die jeder sofort erkennt. Permanent ertönt dieser Ton aus den Smartphones der Mitfahrenden.
Für mich war es anfangs fast ungewohnt, wie selbstverständlich die Menschen sofort auf ihr Handy schauen, wenn dieses Signal ertönt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass in einem voll besetzten Waggon alle paar Sekunden irgendwo dieser Ton zu hören ist. KakaoTalk ist dadurch nicht nur eine App, sondern ein akustisches Stück koreanischer Alltagskultur.
Unterwegs in der U-Bahn hört man oft typische KakaoTalk-Benachrichtigung „Katok“, weil fast alle in Korea den Messenger nutzen und Nachrichten empfangen
Alltag mit KakaoTalk
Für mich ist KakaoTalk das Tor zur koreanischen Welt. Ich erfahre dort von Veranstaltungen, bekomme Restaurantempfehlungen oder verabrede mich spontan für einen Abend am Han-Fluss. Oft sind es auch Treffen in einem Café, ein gemeinsames Essen oder die Verabredung zu einem Spaziergang.
Besonders praktisch sind die Nachrichten, die manchmal direkt von Dienstleistern über KakaoTalk kommen, wenn man einen Termin vereinbart hat. So gibt es hin und wieder Erinnerungen, die helfen, den Überblick zu behalten. Für viele Dienstleistungen wie Friseur, Nagelstudio oder Kosmetikstudio wird in Korea normalerweise eine koreanische Telefonnummer verlangt. Wer diese nicht hat, kann stattdessen einfach KakaoTalk nutzen, um erreichbar zu sein und Termine zu bestätigen.
Viele meiner Freunde nutzen KakaoTalk auch, um ihr Profil regelmäßig zu gestalten. Manche stellen ganze Fotosammlungen ein, andere ergänzen romantische Angaben über ihre Partnerschaft. Typisch sind Einträge wie „Wedding ♥️ D-352“ oder „D-709“, die angeben, wie lange man schon zusammen ist.
Auf dem eigenen Profil hinterlegen viele Fotos oder auch die Infos, wie lange sie schon mit dem Partner zusammen sind. Rechts der eigene KakaoTalk Kalender
Auch die Gruppenfunktionen erleichtern den Alltag. Ob Ausflug, Abendessen oder eine gemeinsame Wochenendplanung, in Korea läuft fast jede Absprache in KakaoTalk-Chats. Und weil wirklich jeder die App nutzt, muss man nie erklären, wie man erreichbar ist.
Fazit
KakaoTalk ist mehr als nur ein Messenger. Es ist ein Spiegel des koreanischen Alltags, ein Werkzeug für Kommunikation und Organisation. Zusammen mit den Kakao Friends und den vielen Zusatzdiensten des Unternehmens ist eine Welt entstanden, die weit über eine Chat-App hinausgeht. Für mich bedeutet KakaoTalk, mitten im koreanischen Leben dabei zu sein und durch meine Freunde auch in Deutschland nie den Kontakt zu Korea zu verlieren.
Wer als Gast nach Korea reist, sollte KakaoTalk am besten schon vorher installieren. Die App gibt es für Android und iPhone, man kann sein Profil einrichten, sich mit den Funktionen vertraut machen und sofort in Korea nutzen. Also runterladen, anmelden und loschatten.
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/01/Teaser-5.png500800ManuelManuel2026-01-25 07:53:042026-01-25 07:53:04KakaoTalk: Kommunikation auf koreanische Art
Wer eine Tropfsteinhöhle betritt, taucht in eine Welt ein, die weit entfernt vom Alltag scheint. So erging es mir in der Gosu-Höhle (Gosu Cave), auch bekannt als Gosudonggul Cave (단양 고수동굴). Auf den ersten Blick wirkt der Eingang unscheinbar, fast wie ein Loch im Felsen, doch dahinter öffnet sich ein unterirdischer Raum voller Formen und Strukturen, die über Millionen Jahre entstanden sind.
Im Inneren zeigt sich stilles Wasser, eingefasst von Tropfsteinformationen, die über Millionen Jahre gewachsen sind
Die Formationen erinnern mich an große Tropfsteinhöhlen in Europa, und doch sind sie in ihrer Vielfalt ebenso eindrucksvoll, vielleicht sogar noch beeindruckender. Hier begegnet man einer Welt aus Stein und Licht, die den Besuch zu einem besonderen Erlebnis macht.
Sie liegt in Danyang, einer Region, die für ihre eindrucksvolle Landschaft bekannt ist. Der Namhangang-Fluss schlängelt sich durch Täler, die von steilen Felsen und dicht bewaldeten Bergen umrahmt sind. Inmitten dieser Kulisse ist die Höhle als Naturdenkmal eingestuft und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Provinz Chungcheongbuk-do.
Der unscheinbare Eingang in den Bergen führt in eine der bekanntesten Tropfsteinhöhlen Koreas
Entdeckung und frühe Bedeutung
Die Gosu-Höhle wurde Anfang der 1970er Jahre wiederentdeckt, doch ihre Entstehung reicht weit zurück. Vor rund 450 Millionen Jahren bildeten sich die Kalksteinablagerungen, aus denen sie hervorging. Erst vor etwa 1,5 bis 2 Millionen Jahren begann sich durch tektonische Bewegungen und den Fluss Namhangang das Höhlensystem zu formen. Am Eingang fand man einfache Steinwerkzeuge, die darauf hinweisen, dass hier schon in der Altsteinzeit Menschen Schutz gesucht haben. Die Höhle war also nicht nur ein Naturraum, sondern auch ein Zufluchtsort in einer frühen Epoche. Heute ist sie als Naturdenkmal Nr. 256 geschützt und gilt als eine der schönsten Kalksteinhöhlen Koreas.
Von der Decke hängen lange Tropfsteinvorhänge. Daneben ragen mächtige Säulen empor
Vom Einstieg bis zum Rundgang
Bevor ich die Höhle selbst betreten habe, führte mich der Weg durch eine Ausstellung. Modelle und Schautafeln zeigten, wie Tropfsteine entstehen, wie langsam sie wachsen und warum Kalksteinhöhlen so empfindliche Ökosysteme sind. Dieser Einstieg half mir, das, was mich später im Inneren erwartete, besser zu verstehen.
Eine Ausstellung erklärt vorab, wie Tropfsteine entstehen und warum Höhlen empfindliche Ökosysteme sind
Am Eingang erhielt ich ein Paar Handschuhe. Sie sind nicht zum Wärmen gedacht, sondern damit man sich an den Metallgeländern festhalten kann. Da der Boden feucht und die Stufen rutschig sein können, ist diese kleine Maßnahme sehr praktisch. Schon hier wurde mir klar, wie gut der Besuch organisiert ist.
Der Weg durch die Höhle ist so angelegt, dass sich die Besucher nicht in die Quere kommen. Man bewegt sich in eine Richtung, getrennt durch Absperrungen. Das verhindert Engpässe und sorgt für Ruhe. Hinweistafeln geben an, wie viele Stufen bereits zurückgelegt sind oder wie weit es noch bergauf oder bergab geht. Gerade in einer Umgebung, in der man das Zeitgefühl leicht verliert, sind diese Hinweise hilfreich.
Der Rundweg durch die Gosu-Höhle ist gut organisiert. Treppen und Geländer sorgen dafür, dass man auch in der Tiefe sicher unterwegs istDigitale Anzeigen zeigen, wie weit der Rundweg noch ist. So behält man auch im Dunkel der Höhle die Orientierung
Eindrücke aus der Tiefe
Die Höhle ist etwa 1,7 Kilometer lang, an einigen Stellen bis zu 50 Meter tief und führt über viele Stufen durch enge Gänge und weite Hallen. Überall hängen Stalaktiten von der Decke, vom Boden wachsen Stalagmiten empor, und manche haben sich zu mächtigen Säulen verbunden. Insgesamt soll es rund 120 verschiedene Formationen geben, darunter Vorhänge, Perlenformen und korallenartige Strukturen. Manche tragen Namen wie Löwenfels, Jungfrau Maria oder Love Rock, weil ihre Gestalt an Figuren erinnert.
Felswände und Wasserflächen verstärken die Wirkung der Höhle. Ein Spiel aus Stein, Dunkelheit und Licht
Das Innere der Gosu-Höhle ist eine Welt aus Stein und Licht. Die Beleuchtung hebt die Formationen hervor, ohne die natürliche Atmosphäre zu zerstören. Nur das Tropfen von Wasser war zu hören, ein Geräusch, das zeigt, dass der Prozess der Formung bis heute anhält. Die Temperatur liegt konstant bei rund fünfzehn Grad Celsius. An heißen Sommertagen wirkt das wie eine Erfrischung, im Winter dagegen eher mild.
Ein Erlebnis unter der Erde: zwischen Tropfsteinen und sogar Fledermäusen in der Wand
Tipps für den Besuch
Die Gosu-Höhle liegt in Danyang in der Provinz Chungcheongbuk-do, unweit des Namhangang-Flusses und direkt am Rand der Stadt. Sie ist ganzjährig geöffnet: Von April bis Oktober von 9:00 bis 17:30 Uhr, von November bis März von 9:00 bis 17:00 Uhr. Der Rundgang dauert je nach Tempo etwa eine Stunde. Wegen der vielen Stufen und des feuchten Bodens ist festes Schuhwerk sehr empfehlenswert.
Von Seoul aus ist Danyang bequem erreichbar. Mit dem Zug oder dem Expressbus dauert die Fahrt rund zwei Stunden. Vom Busbahnhof in Danyang sind es nur wenige Minuten bis zum Höhleneingang, entweder zu Fuß oder mit einem kurzen Taxiweg. Damit eignet sich die Höhle auch für alle, die keinen Mietwagen nutzen.
Direkt neben der Höhle gibt es einen kleinen Coffeeshop, in dem man sich nach dem Rundgang stärken kann. Auf dem Parkplatz befindet sich außerdem ein koreanisches Restaurant.
Vor der Höhle warten ein Restaurant und kleine Stände, an denen regionale Produkte angeboten werden
Am Rand der Anlage entdeckte ich Stände von Bewohnern der Region, die wie auf einem kleinen Markt ihre Produkte anbieten. Dort gibt es getrocknete Kräuter, Honig, Öle, aber auch Pflanzen und frisches Gemüse zum Kochen und Essen – eine schöne Ergänzung zu einem Ausflug, bei dem man Natur und Region zugleich kennenlernt.
Einheimische verkaufen getrocknete Kräuter, Honig und Wurzeln. So bekommt man ein Stück Region direkt zum Mitnehmen
Fazit
Die Gosu-Höhle ist weit mehr als eine geologische Sehenswürdigkeit. Sie ist ein Naturdenkmal, ein Stück Kulturgeschichte und ein Erlebnis für alle Sinne. Wer sich für Geologie, Geschichte oder die Entstehung der Erde interessiert, findet hier ebenso etwas wie jeder andere Besucher, der sich auf ein außergewöhnliches Abenteuer einlassen möchte. Im Herbst lohnt sich ein Besuch noch mehr, wenn die Landschaft rund um Danyang in kräftigen Farben leuchtet. Für mich war der Besuch der Gosu-Höhle ein besonderes Erlebnis, das ich jedem Korea-Reisenden empfehlen kann.
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/01/TEASER-Gosu-Hoehle-in-Korea-.png500800ManuelManuel2026-01-25 07:52:152026-01-25 07:52:15Die Gosu-Höhle in Korea: ein unterirdisches Schatzhaus
Wer an Seoul denkt, hat oft Paläste, Tempel und historische Plätze vor Augen. Doch das Bild der Stadt wäre ohne den Hangang nicht vollständig. An seinen Ufern verbringen die Koreaner ihre Freizeit. Im Sommer ist das für viele wie ein zweites Wohnzimmer. Auf Matten oder in kleinen Zelten sitzen oder liegen sie auf den Wiesen oder direkt am Ufer, essen dort, treffen Freunde oder sind mit der Familie zusammen. Oft bleiben sie den ganzen Tag bis in den späten Abend. Besonders in Yeouido ist das jedes Wochenende zu sehen.
Doch der Hangang hat noch einen besonderen Ort: Nodeul Island. Über eine Brücke erreichbar und ruhiger als die bekannten Flächen am Hangang, hat die Insel durch das K-Drama Start-Up zusätzliche Aufmerksamkeit bekommen. In der Serie mit Bae Suzy war hier die Firmenzentrale des Start-ups Sandbox angesiedelt. Wer die Szenen kennt, erkennt den Ort sofort wieder.
Wie Nodeul Island entstand
Nodeul Island ist keine natürlich entstandene Insel. Bereits während des Baus der Hangang-Brücke im Jahr 1917 wurde sie künstlich angelegt. Lange Zeit war sie wenig genutzt, bevor sie als Kultur- und Musikinsel neu eröffnet wurde. Heute umfasst sie rund 120.000 Quadratmeter, das entspricht etwa 17 Fußballfeldern. Während Yeouido wie ein ganzer Stadtteil wirkt, mit Parks, Bürohochhäusern und dem Parlament, ist Nodeul Island eher mit einem einzelnen Stadtpark vergleichbar.
Die Insel liegt zwischen der Banpo Bridge, die für ihre Rainbow Fountain bekannt ist, und dem 63 Building, einem der Wahrzeichen von Seoul. Damit ist sie leicht einzuordnen, mitten in einem Abschnitt des Hangang, der für viele Koreaner ein fester Ort für Freizeit und Erholung ist.
Nodeul Island entdecken
Nodeul Island unterscheidet sich in der Atmosphäre von Yeouido, der bekanntesten Flussinsel im Hangang. Während es dort am Wochenende oft so voll ist, dass kaum noch Platz bleibt, geht es auf Nodeul Island ruhiger zu. Auf den Wiesen am Ufer verbringen Paare und Freunde ihre Zeit. Jugendliche spielen mit dem Ball und nutzen die Insel als Treffpunkt, um den Tag draußen zu verbringen.
Fotos gehören hier einfach dazu. Paare fotografieren sich gegenseitig, Selfies sind selbstverständlich. Manchmal sieht man auch professionelle Fotoshootings, bei denen Models vor der Skyline oder an den Treppen der Insel aufgenommen werden.
Seit der Neueröffnung ist Nodeul Island vor allem als Kulturinsel bekannt. Herzstück ist das Nodeul Live House, ein Konzertsaal, in dem Musiker ganz unterschiedlicher Richtungen auftreten. Von Jazz bis Rock, von Singer-Songwritern bis hin zu internationalen Künstlern, tritt dort eine breite Palette an Acts auf. Dazu kommen Festivals, die mehrere Tage dauern und die besondere Lage am Hangang nutzen.
Neben der Musik gibt es eine Bibliothek, eine Aula für Ausstellungen und Lesungen sowie Räume für Workshops. Damit hat die Insel auch Platz für Literatur, Kunst und kleinere Programme, die regelmäßig Besucher anziehen.
Auch gastronomische Angebote gibt es auf der Insel. Auf der Insel gibt es mehrere Cafés und Restaurants sowie einen kleinen Convenience Store, in dem man Getränke oder Snacks bekommt.
Nodeul Island in Drama und K-Pop
Viele kennen Nodeul Island durch das K-Drama Start-Up. In der Serie mit Bae Suzy war hier die Firmenzentrale von Sandbox angesiedelt, dem Unternehmen, in dem die Hauptfiguren an ihren Gründungsideen arbeiteten. Die markanten Treppen und Plätze der Insel waren wiederholt im Bild, oft im Zusammenhang mit Szenen, die den Blick auf den Hangang und die Skyline zeigen. Wer die Serie gesehen hat, erkennt diese Orte schnell wieder.
Auch K-Pop hat Spuren auf Nodeul Island hinterlassen. 2015 nutzten BTS die Insel als Drehort für ihr Musikvideo „Run“. Einzelne Szenen wurden direkt am Hangang gefilmt, mit der Brücke und dem Wasser als Hintergrund. Heute weist ein offizielles Schild auf den Dreh hin, sodass Besucher genau nachvollziehen können, wo die Aufnahmen entstanden sind.
So kommt man nach Nodeul Island
Nodeul Island liegt direkt im Hangang und ist über die Hangang-Brücke angebunden. Am einfachsten erreicht man sie mit der Metro: Station Nodeul auf Linie 9, Ausgang 1. Von dort führt ein kurzer Fußweg auf die Insel.
Auch mit dem Bus ist Nodeul Island gut erreichbar. Mehrere Linien halten an der Station Nodeul, darunter die Blue Busse 150, 360 und 362 sowie die Green Busse 6211 und 6411. Damit ist die Insel aus vielen Teilen der Stadt bequem erreichbar.
Der Eintritt ist frei. Die Außenbereiche sind den ganzen Tag geöffnet, Konzerte, Cafés und Restaurants haben eigene Zeiten, die sich nach den Veranstaltungen richten.
Fazit
Nodeul Island liegt mitten im Hangang und ist überschaubarer als andere Orte am Fluss. Am Ufer sitzen, die Skyline im Blick, Selfies machen oder ein Konzert besuchen. All das ist hier möglich.
Wer Seoul besucht, sollte diese Insel einplanen. Ob für eine kurze Pause oder für mehrere Stunden, Nodeul Island lohnt sich. Und wer weiß, vielleicht wird sie ja auch einmal wieder Kulisse für ein K-Drama.
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/01/TEASER-4.png500800ManuelManuel2026-01-25 07:51:042026-01-25 07:51:04Nodeul Island eine grüne Insel mitten in Seoul
Vor dem Haupttor des Gyeongbokgung-Palastes in Seoul zieht regelmäßig eine Zeremonie die Aufmerksamkeit auf sich, die weit mehr ist als ein kurzer Programmpunkt beim Palastbesuch.
Die königliche Garde marschiert vor dem Gwanghwamun-Tor des Gyeongbokgung-Palastes auf
Wenn ich in Seoul bin und die Gelegenheit habe, gehe ich gerne zum Gyeongbokgung. Der Palast hat eine Atmosphäre, die mich jedes Mal aufs Neue fasziniert. Und selbstverständlich trage ich dort meistens auch gerne einen Hanbok. Ich fühle mich dann, als würde ich in eine andere Zeit eintauchen. Besonders deutlich wird das, wenn die Trommeln über den großen Platz hallen, Fahnen hochgehalten werden und Männer sich in farbenprächtigen Gewändern bewegen und klare Formationen bilden. Das ist die Wachablösungszeremonie, eine Tradition, die auf die Zeit der Joseon-Dynastie zurückgeht und heute sorgfältig rekonstruiert wird.
Wachen in roten und blauen Uniformen passieren mit Speeren das Gwanghwamun-Tor
Historische Grundlage
Die königliche Garde der Joseon-Zeit, die von 1392 bis 1897 das Reich prägte, war für den Schutz des Palastes zuständig. Ihre Ablösung war nicht einfach eine organisatorische Maßnahme, sondern ein festgelegtes Ritual. Gemälde und Protokolle dokumentierten Uniformen, Waffen, Kommandos und Musik. Diese Überlieferungen wurden genutzt, als die Zeremonie in den 1990er-Jahren neu belebt wurde. Die heutige Aufführung ist deshalb keine freie Inszenierung, sondern folgt überlieferten Regeln, die in vielen Details belegbar sind.
Musiker in roten Gewändern kündigen mit Trommeln und Zimbeln den Beginn der Zeremonie an
So verläuft die Wachablösung
Bevor die Zeremonie beginnt, wird der Platz vor dem Tor vorbereitet. Mitarbeiter bringen Absperrbänder an, um den Bereich freizuhalten, in dem die Wachen gleich auftreten. Über Lautsprecher gibt es Ansagen in mehreren Sprachen, ergänzt durch Schilder. Besucher werden gebeten, nicht hinter die Absperrungen zu gehen und den Ablauf nicht zu stören. So entsteht eine klare Ordnung, die den Beginn einleitet.
Die Wachablösung findet zweimal täglich statt, um 10 Uhr und um 14 Uhr. Sie dauert etwa 20 Minuten, ist kostenlos zugänglich und entfällt dienstags, wenn der Palast geschlossen ist. Bei starkem Regen oder großer Hitze wird sie abgesagt oder verkürzt. Wer die Zeremonie sehen möchte, sollte daher pünktlich am Tor sein, weil es keine zusätzliche Ankündigung mehr gibt, sobald die Trommeln einsetzen.
Fahnen und Kommandos leiten den eigentlichen Wechsel der Wachen am Palasttor ein
Mit dem ersten Trommelschlag richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Wachen. Die tiefen Schläge geben den Takt für den gesamten Ablauf. Reihen marschieren auf, Fahnen werden gehoben, Kommandos laut gerufen. Die Uniformen in Rot, Blau und Gelb, die Hüte mit langen Federn und die Waffen wie Speere, Schwerter und Bögen sind nach historischen Vorlagen gefertigt. Alles läuft nach festen Regeln, keine Bewegung ist zufällig.
Am Tor erfolgt die eigentliche Ablösung. Die ablösende Garde verlässt ihre Position, die neue übernimmt. Dieser Übergang geschieht langsam und sichtbar, begleitet von Trommeln und Rufen. Es ist kein schneller Wechsel, sondern ein geordnetes Ritual. Kommandos und Bewegungen unterstreichen, dass hier ein fester Ablauf gilt, wie er schon in der Joseon-Zeit dokumentiert war.
Erinnerungsfotos mit Darstellern der königlichen Garde in traditionellen Uniformen
Ich stand nur wenige Meter hinter dem Absperrband. Die Kommandos waren klar zu hören. Kinder neben mir zeigten auf die Fahnen, Erwachsene hielten ihre Kameras hoch, einige gingen nach einem schnellen Foto gleich weiter. Ich blieb bis zum Ende, weil sich der Sinn der Zeremonie nur erschließt, wenn man den ganzen Ablauf erlebt.
Marschierende Wachen tragen farbige Fahnen bei der Zeremonie am Palast
Wenn die Ablösung vollzogen ist, ziehen die abgelösten Wachen geordnet vom Platz. Die Trommeln schlagen erneut, die Reihen marschieren geschlossen ab. Damit endet die Zeremonie mit derselben Würde, mit der sie begonnen hat. Viele Gäste aus aller Welt sind von dieser Wachablösung begeistert, und für manche wirkt sie fast wie eine Szene aus einem historischen K-Drama.
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/01/Teaser-Wachabloesung.png500800ManuelManuel2026-01-25 07:50:062026-01-25 07:50:06Wachablösungszeremonie im Gyeongbokgung-Palast
In Korea ist das Alter nie Nebensache. Es gehört zu den ersten Dingen, die geklärt werden, sobald man sich besser kennenlernt. Dabei möchte ich nicht den biologischen Aspekt des Alters beleuchten oder thematisieren, auch wenn Koreaner zu den Menschen mit der höchsten Lebenserwartung weltweit zählen und oft deutlich jünger aussehen und wirken, als sie sind.
Entscheidend ist etwas anderes. In Korea beeinflusst das Alter den Umgang miteinander. Es prägt das Verhalten und die sozialen Rollen im Alltag, nicht nur in der Familie, sondern in fast jeder Begegnung und vor allem auch die Sprache und Ansprache.
Formell oder informell?
In Korea fragt man nicht nur, wie jemand heißt, sondern oft auch, wie alt jemand ist. Die Frage nach dem Alter ist deshalb meist eine der ersten Fragen in einem Gespräch. Nicht aus Neugier, sondern weil das Alter eine entscheidende Rolle für die weitere Kommunikation spielt. Es beeinflusst, welche Sprachebene man wählt, wie man sich verhält und wie man angesprochen wird.
Ich habe Freunde in Korea, die deutlich jünger sind als ich. Wenn wir zusammen etwas unternehmen, fühle ich mich vom Alter nicht unpassend oder fehl am Platz, aber ich musste lernen, mich sprachlich sowie in der Ansprache und auch im Verhalten richtig einzuordnen.
Mit meinen Freunden spreche informell und auch sie sprechen ganz persönlich und informell mit mir, auch wenn ich älter bin
Mir war es manchmal unangenehm, jüngere Leute gleich beim Vornamen anzusprechen. In Deutschland ist das unkompliziert, in Korea nicht. Hier wartet man, bis man sich etwas besser kennt oder bis die jüngere Person es selbst anbietet.
Manchmal spreche ich jemanden mit dem Vornamen an und bleibe trotzdem in der formellen Sprache. Das ist oft eine gute Lösung, wenn man sich nicht sicher ist, welche Form angemessen ist. Auch wenn jemand jünger ist, sollte man nicht sofort ins Informelle wechseln.
Bei einem Smalltalk mit dem Team eines Cafés in Seoul war es eine Mischung aus formell und informell, als wir unsere Namen und Instgram-Profile ausgetauscht haben
Auch wenn ich persönlich gerne mit allen Leuten lieber gleich per „du“ bin, also im Koreanischen informell, wie unter Freunden rede, stört es mich manchmal, dass ich als Älterer oft auf die formelle Ebene festgelegt werde. Ich werde zwar respektvoll behandelt, aber selbst würde ich lieber informell angesprochen werden.
Ein erstes kennenlernen und ich bleibe respektvoll beim “sie” und deshalb spreche ich formell in Korea mit ihnen
In Korea entspricht das Informelle in etwa dem deutschen „du“, das Formelle dem „Sie“. Der Unterschied zu Deutschland ist, dass sich diese Trennung durch die gesamte Sprache zieht, nicht nur bei der Anrede, sondern auch bei Satzendungen und Wortwahl. So sagt man zum Beispiel für „Danke“ formell „gamsahamnida“ und informell „gomawo“.
Spricht man informell, dann wird oft der Vorname mit einer Endung versehen wie „-ah“ oder „-ya“. Sie drücken eine enge Beziehung oder Vertrautheit aus und sind Teil des informellen Sprachgebrauchs. Man verwendet sie unter Gleichaltrigen, bei Jüngeren oder in sehr engen Beziehungen, aber niemals gegenüber Älteren oder Vorgesetzten. Bei Ji Yeong kann ich zum Beispiel „Ji Yeong-ah“ sagen, bei Misun „Misun-ah“. Endet der Name wie bei In Gyu auf einen Vokal, heißt es „In Gyu-ya“.
Wenn es um ältere Menschen geht, ist die Einordnung in Korea klar geregelt. Männer werden häufig mit „Hyung“ angesprochen, Frauen mit „Noona“, wenn sie nur ein paar Jahre älter sind. Für Menschen, die spürbar älter sind, verwendet man „Ajusshi“ oder „Ajuma“. Diese Begriffe benutze ich selbst, wenn ich ältere Personen anspreche. Sie sind nicht abwertend, sondern Teil des Alltags und zeigen Respekt.
Sehr respektvoll und formell soreche ich mit dem Ajusshi und der Ajuma
Wie ich selbst angesprochen werde
Ich selbst werde je nach Situation unterschiedlich angesprochen: manchmal als „Hyung“, wenn es männliche Freunde sind. Eine gute Freundin nennt mich „Oppa“, andere sind damit vorsichtiger, weil das Wort auch oft im romantischen Kontext verwendet wird. Dennoch ist es in Korea durchaus üblich, dass jüngere Frauen ältere Männer auch im Freundeskreis so ansprechen. Jemanden, den man nicht gut kennt oder gar Fremde, spricht man so allerdings nicht an.
Oft nennen mich Bekannte einfach nur beim Vornamen. Von Fremden höre ich auch mal ein „Ajusshi“, was in etwa einem respektvollen „Herr“ entspricht.
Auch hier spreche ich respektvoll und bleibe informell, was sowohl eine Frage des Alters als auch des Respekts ist
Wo man vorsichtig sein muss
In Korea richtet sich die Sprache nicht nur nach dem Alter, sondern auch nach der Stellung einer Person. Gegenüber Kolleginnen, Vorgesetzten oder Menschen mit höherem sozialen Rang spricht man immer zuerst formell. Das gilt auch dann, wenn diese Personen jünger sind. Erst wenn sie selbst eine lockerere Ansprache anbieten oder ein Signal geben, kann man ins Informelle wechseln. Wer das ignoriert, wirkt schnell respektlos, auch wenn es nicht so gemeint ist.
Mit der verantwortlichen Managerin für die deutsche Redaktion von Korea.net verstehe mich sehr gut, spreche sie mit dem Vornamen an und rede dennoch aus großem Respekt formell mit ihr
In vielen Teams in Korea ist es üblich, dass zunächst alle formell miteinander sprechen – selbst wenn man gleich alt ist oder befreundet sein könnte. Die Struktur gibt den Ton an, nicht das persönliche Gefühl.
Fazit
Das das Alter über die Anrede und im Verlauf auch über die Sprache entscheidet, war mir zwar nicht neu, aber es hat meinen Blick verändert. In Deutschland spielt Alter oft keine große Rolle, manchmal wird es sogar übergangen. In Korea ist es von Anfang an präsent, durch Sprache, Gesten und Verhalten. Es schafft keine Distanz, sondern Nähe, weil es das Miteinander ordnet, ohne das Alter zu bewerten.
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/01/Alter-Teaser.png500800ManuelManuel2026-01-25 07:48:552026-01-25 07:48:55Das Alter bestimmt in Korea den richtigen Ton
Auch wenn Korea heute ein Land ist, in dem man fast alles mit der Kreditkarte zahlt, gibt es diese Momente, in denen man noch Bargeld, also meist Geldscheine, benötigt. Sei es für die Streetfood-Stände, kleine Märkte oder um die T-Money Card am Automaten aufzuladen.
Die koreanische Währung heißt Won, das offizielle Kürzel ist KRW. Das Symbol dafür ist ₩, ein großes W, das mit zwei horizontalen Strichen durchgestrichen ist.
In Korea gibt es nur vier unterschiedliche Banknoten mit einem Wert von 1.000, 5.000, 10.000 und 50.000 Won. Wer die vier Banknoten im Portemonnaie hat, sieht darauf ausschließlich Persönlichkeiten aus der Joseon-Dynastie. Aber wer waren diese Leute eigentlich abseits ihrer Titel?
1.000 Won: Der Gelehrte Yi Hwang
Wenn du den blauen Tausender in der Hand hältst, blickst du in das Gesicht von Yi Hwang, einem der einflussreichsten Denker Koreas. Er lebte und wirkte im 16. Jahrhundert. Sein ganzes Leben drehte sich um die Frage: Wie wird man ein wahrhaft guter Mensch? Er entwickelte komplexe Theorien über die menschliche Natur und das Zusammenspiel von Prinzip (Li) und Energie (Ki).
Aber er war kein reiner Theoretiker. Er schmiss seinen prestigeträchtigen Job in der Hauptstadt hin und zog sich in die Berge zurück. Dort baute er die Dosan-Seowon Akademie auf, um eine neue Generation von Beamten zu erziehen, denen Ethik wichtiger war als Reichtum. Sein Hauptwerk, die „Zehn Diagramme zum Lernen der Weisen“, war so bedeutend, dass es in der ganzen Region studiert wurde. Die Pflaumenblüten auf dem Schein waren sein persönliches Symbol: Sie blühen als Erste im Schnee und stehen für jemanden, der auch in widrigen Zeiten an seinen Prinzipien festhält.
5.000 Won: Der Reformer Yi I
Auf dem rötlichen 5.000er sehen wir Yi I. Er lebte und wirkte im 16. Jahrhundert und war ein Zeitgenosse von Yi Hwang. Yi I war einer der bedeutendsten koreanischen Philosophen, der einen maßgeblichen Einfluss auf den Konfuzianismus im Land hatte. Koreanische Schüler lernen immer noch über seine Lehren, die in keinem Schulbuch fehlen. Er arbeitete in der Regierung und war als unermüdlicher Reformer bekannt, der die Verwaltung fit für die Zukunft machen wollte, und kämpfte bis zu seinem Ende für ein gerechteres und stärkeres Land.
Ein Blick auf die Rückseite des 5.000-Won-Scheins zeigt die Bilder von Pflanzen und Insekten, die seine Mutter Shin Saimdang gemalt hat. Sie ist die Frau, die man auf dem 50.000-Won-Schein sieht.
10.000 Won: König Sejong der Große
König Sejong auf dem grünen Schein ist die herausragendste Figur der koreanischen Geschichte. Er lebte und wirkte im 15. Jahrhundert, einer Zeit, in der er Korea zu einer beispiellosen wissenschaftlichen und kulturellen Blüte verhalf. Sein absolutes Lebenswerk war die Entwicklung von Hangeul, dem koreanischen Alphabet.
Das Besondere: Hangeul ist weltweit die einzige Schrift, bei der man genau weiß, wer sie wann und warum erfunden hat. Kein anderes Alphabet der Welt kann das von sich behaupten. Bis heute gibt es in Korea einen gesetzlichen Feiertag zu Ehren von Hangul, den Hangeul-nal (한글날) am 9. Oktober.
Er konnte es nicht länger ertragen, dass das einfache Volk von Bildung und Rechtsprechung ausgeschlossen war, nur weil die chinesischen Schriftzeichen viel zu kompliziert zum Erlernen waren. Seine Vision war radikal: Bildung sollte kein Privileg der Elite sein, sondern ein Recht für jeden Bürger.
Wenn du in Seoul bist, kommst du an seiner Präsenz nicht vorbei. Seine monumentale goldene Statue thront im absoluten Herzen der Stadt auf dem Gwanghwamun-Platz unweit des Gyeongbokgung-Palastes.
Auf dem Geldschein sieht man neben seinem Porträt das Gemälde Irworobongdo (Sonne, Mond und fünf Gipfel) sowie astronomische Instrumente. Diese Details zeigen, dass er nicht nur ein Herrscher war, sondern ein leidenschaftlicher Wissenschaftler, der Korea den Weg in die Moderne ebnete.
50.000 Won: Die Künstlerin Shin Saimdang
Der gelbe Schein ist die höchste Banknote Koreas und zeigt mit Shin Saimdang eine Frau, die im 16. Jahrhundert lebte und wirkte. Lange Zeit wurde sie in der Geschichte primär als die „weise Mutter“ von Yi I (5.000-Won-Schein) verehrt. Doch das greift viel zu kurz. Shin Saimdang war eine Ausnahmeerscheinung ihrer Zeit: Sie war eine brillante Malerin, Dichterin und Kalligrafin. In einer extrem patriarchalischen Gesellschaft, in der Frauen fast unsichtbar waren, schaffte sie es, durch ihre Kunst unsterblich zu werden.
Ihre Spezialität war das Malen von Pflanzen, Blumen und Insekten (Chogchungdo). Ihre Bilder waren so realistisch, dass Legenden besagen, Hühner hätten nach den gemalten Insekten auf ihren Leinwänden gepickt.
Dass sie 2009 als erste Frau überhaupt auf einen koreanischen Geldschein kam, war eine kleine Sensation. Es war auch ein spätes Eingeständnis an ihre eigene kreative Genialität, die weit über ihre Rolle als Mutter hinausging.
Fazit:
Koreas Banknoten sind mehr als nur Zahlungsmittel. Sie erzählen von Gelehrten, einer Künstlerin und einem König, die das Land geprägt haben. Sie zeigen, was Korea wichtig ist: Wissen, Sprache, Menschlichkeit. Sie sind eine Erinnerung an die kulturellen Wurzeln einer Nation, die sich in Rekordzeit zu einer der modernsten Gesellschaften der Welt entwickelt hat.
Wenn ihr das nächste Mal einen Won-Schein aus der Tasche zieht, haltet ihr nicht nur ein Stück Papier in der Hand, sondern eine Geschichte voller Werte.
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/01/teaser-geld.png500800ManuelManuel2026-01-25 07:45:352026-01-25 07:45:35Wer sind die Leute auf den koreanischen Geldscheinen?
Ein Spaziergang durch den Boramae Park in Seoul lohnt sich immer, doch in diesem Jahr ist der Besuch etwas ganz Besonderes. Noch bis zum 20. Oktober 2025 findet hier die Seoul International Garden Expo statt. Der weitläufige Park im Südwesten der Stadt hat sich in eine internationale Gartenlandschaft verwandelt, die Besucher aus aller Welt anzieht.
Bis 20. Oktober 2025 verwandelt die Seoul International Garden Expo 2025 den Boramae Park in eine farbenprächtige Gartenwelt
Seoul zeigt sein grünes Herz
Unter dem Motto „Seoul, Green Soul“ präsentieren sich in Boramae rund 111 Gärten, die von koreanischen und internationalen Landschaftsarchitekten gestaltet wurden. Die Vielfalt ist beeindruckend: Von traditionellen koreanischen Gartenanlagen über moderne, nachhaltige Projekte bis hin zu fantasievollen Blumenskulpturen reicht die Bandbreite. Während ich durch die Anlage gehe, entdecke ich immer neue Blickwinkel, Farben und Düfte, die den Park in ein lebendiges Kunstwerk verwandeln.
Tafeln informieren mit wissenswerten Infos über einzelne Pflanzen
Ein Festival für alle Sinne
Besonders reizvoll finde ich die Kombination aus Natur, Architektur und Kunst. Viele Gärten sind interaktiv gestaltet und laden zum Mitmachen oder Verweilen ein. Familien nutzen die Gelegenheit für einen entspannten Ausflug, während Hobbygärtner staunend die kreativen Ideen studieren.
Farbenprächtig und interessant präsentiert sich die Seoul International Garden Expo 2025
Auch Themen wie Nachhaltigkeit und Ökologie spielen eine große Rolle, was der Ausstellung zusätzlich Tiefe gibt.
Pflanzen- und Gartenvielfalt und orte für Pausen im Park
Für Kinder gibt es einen großen Spielplatz, der den Aufenthalt für Familien noch attraktiver macht. Praktisch ist zudem, dass sich ein Convenience Store der Kette CU direkt auf dem Gelände befindet. Wer länger bleibt, findet dort Getränke oder kleine Snacks.
Ein Spielplatz und eine Wasserspielanlage für die Kinder sind im Sommer sehr beliebtSeoul zeigt sich von seiner grünen Seite
Programm und Veranstaltungen
Die Ausstellung ist nicht nur eine Abfolge von Gärten, sondern ein Festival mit einem breiten Begleitprogramm. Es gibt Workshops zu Gartenbau und Umwelt, Führungen für Interessierte und Abendveranstaltungen mit Lichtinstallationen. Ich habe den Eindruck, dass die Stadt bewusst zeigen möchte, wie wichtig Grünflächen in einer Metropole wie Seoul sind und wie sie aktiv zur Lebensqualität beitragen.
Die Vielfalt der Natur und ein kostenloser Trinkwasserspender. Auch der Besuch ist ohne Eintritt, also kostenlos
Warum sich der Besuch lohnt
Wer in den kommenden Wochen in Seoul unterwegs ist, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Die Expo zeigt eine andere Seite der Stadt, fern von Hochhäusern und Verkehr. Der Boramae Park ist leicht erreichbar und bietet auf engem Raum eine Reise durch die Gartenkultur der Welt. Für mich war es eine Erfahrung, die nicht nur entspannend, sondern auch inspirierend war.
Das Seoul International Garden Expo 2025 Gelände
Anreise und Erreichbarkeit
Der Boramae Park ist mit mehreren U-Bahn-Linien gut angebunden. Am nächsten liegt die Station Boramae Park auf der Sillim Line, Exit 1, nur rund 200 Meter vom Eingang entfernt. Von der Station Boramae an der Linie 7 oder ebenfalls der Sillim Line, Exit 2, sind es knapp 760 Meter bis zum Park. Auch die Station Sindaebang an der Linie 2, Exit 4, ist eine Option, von dort sind es etwa 1,4 Kilometer. Der Eintritt zur Expo ist frei, was den Besuch unkompliziert macht.
Auch gute Fotospots dürfen auf der Seoul International Garden Expo 2025 nicht fehlen
Fazit
Die Seoul International Garden Expo 2025 verbindet Natur, Kultur und internationale Begegnung. Sie zeigt, wie Seoul sein grünes Herz öffnet und Besucher einlädt, es selbst zu entdecken.
Bis zum 20. Oktober bleibt Zeit, dieses besondere Ereignis zu erleben. Wer jetzt in Seoul ist, sollte unbedingt vorbeischauen.
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/01/teaser-3.png500800ManuelManuel2026-01-21 18:14:392026-01-21 18:14:39Seoul International Garden Expo 2025 im Boramae Park