Ich möchte euch in diesem Artikel gerne ein interessantes Buch über Korea empfehlen. Wer dieses Buch liest, wird das Land und seine Menschen mit anderen Augen sehen. Es ist ein sehr humorvolles, informatives und teilweise nachdenklich stimmendes Werk, das Korea aus einer persönlichen, aber universell zugänglichen Perspektive beleuchtet.
Um meine Faszination über dieses Buch mit euch zu teilen, möchte ich Euch vorab einen kleinen Einblick in die lebendige koreanische Literaturszene und die vielen wunderschönen Buchläden, die es überall in Korea, besonders in Seoul gibt, geben.
Manuel in einem der zahlreichen Buchläden in Seoul
Literatur in der koreanischen Gesellschaft
Die koreanische Literatur hat eine lange und reiche Geschichte, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Obwohl die Literatur zunächst auf Chinesisch geschrieben wurde, entwickelte sich nach der Einführung des koreanischen Schriftsystems Hangeul eine eigene Tradition.
Laut einer Studie aus dem Jahr 2020 lesen 74,2 Prozent der Koreaner regelmäßig Bücher, was im Vergleich zu anderen Ländern ein sehr hoher Wert ist. In Deutschland lesen nur rund 35 Prozent der Deutschen regelmäßig Bücher. Im Durchschnitt liest jeder Koreaner 11,6 Bücher pro Jahr. Das ist eine beeindruckende Zahl.
Literatur spielt in der koreanischen Gesellschaft eine wichtige Rolle. Es gibt zahlreiche Literaturpreise und -festivals, die die Arbeit von koreanischen Autoren würdigen und fördern. Viele koreanische Autoren finden auch international Anerkennung. Der Literaturnobelpreis für Han Kang im Jahr 2016 war sicherlich ein Höhepunkt für die koreanische Literaturszene und hat das Interesse an koreanischer Literatur weltweit weiter angefacht.
Auch die koreanische Regierung setzt sich aktiv für die Förderung der Literatur ein, indem sie zum Beispiel Stipendien für Schriftsteller vergibt und die Übersetzung koreanischer Bücher in andere Sprachen unterstützt.
Lesegewohnheiten der Koreaner
Ich habe beobachtet, dass Koreaner viel und gerne lesen. In der U-Bahn, in Cafés oder in den zahlreichen Parks sieht man oft Menschen, die in Bücher vertieft sind. Neben klassischer Literatur sind auch moderne Romane, Lyrik und Sachbücher sowie Manhwa (koreanische Comics in Buchform, ähnlich den Webtoons die nur online veröffentlicht werden) sehr beliebt. Was mich überrascht hat, ist die Vielzahl an Übersetzungen internationaler Bestseller. Es scheint, als wären die Koreaner sehr interessiert daran, Literatur aus aller Welt kennenzulernen.
Als ich vor kurzem wieder in Korea war, war ich total begeistert, dass man viele öffentliche Bücherstände und “Outdoor Library“ in Seoul findet, zum Beispiel auch in U-Bahnstationen, in denen man kostenlos ein Buch lesen und zur Ruhe kommen kann.
Outdoor Library in Seoul U-Bahnhof Chungjeongno
Buchläden in Korea: Ein Paradies für Leseratten
Meine erste Entdeckung waren die zahlreichen Buchläden in Seoul. Überall in der Stadt findet man kleine, gemütliche Läden, die bis zum Rand mit Büchern gefüllt sind.
In Korea sind Buchhandlungen mehr als nur Verkaufsorte. Sie sind Treffpunkte, Cafés und manchmal sogar kleine Kulturzentren. In Seoul gibt es einige beeindruckende Buchläden wie die Kette Kyobo, die mit ihrer riesigen Auswahl an Büchern und Schreibwaren ein wahres Mekka für Bücherliebhaber ist.
Ein besonderes Highlight ist die Starfield Library im Gangnam-gu Viertel von Seoul, die mit ihren 13 Meter hohen Bücherregalen und der atemberaubenden Architektur nicht nur Leseratten, sondern auch Architekturliebhaber anzieht.
Starfield Library im Gangnam
Was mich besonders fasziniert, sind die 24-Stunden-Buchläden, die man hier findet. Die Vorstellung, mitten in der Nacht in Ruhe durch Bücherregale zu stöbern, hat etwas Magisches.
Ein Buchtipp aus Deutschland
Nach diesem kleinen Einblick in die koreanische Welt der Literatur und der Buchläden, möchte ich nun zu meinem Buchtipp kommen. Und es mag euch vielleicht erstaunen, aber eines meiner Lieblingsbücher eines koreanischen Autors kommt aus Deutschland.
Für alle, die noch tiefer in die koreanische Kultur eintauchen möchten, habe ich einen spannenden Buchtipp: „Gebrauchsanweisung für Südkorea“ von Martin Hyun.
Buchtipp: „Gebrauchsanweisung für Südkorea“ von Martin Hyun
Rezension: „Gebrauchsanweisung für Südkorea“ von Martin Hyun
Martin Hyun, ist ein deutsch-koreanischer Autor und nimmt uns in diesem Buch mit auf eine faszinierende Reise durch Korea. Mit viel Humor und Scharfsinn beleuchtet er die verschiedenen Facetten des Landes, von der pulsierenden Hauptstadt Seoul bis hin zu den ruhigen Bergdörfern.
Was dieses Buch so besonders macht, ist Hyuns einzigartige Perspektive. Als Sohn koreanischer Einwanderer in Deutschland hat er einen Blick sowohl von innen als auch von außen auf die koreanische Kultur. Er erklärt komplexe kulturelle Konzepte wie „Han“ (eine Art kollektives Gefühl von Unterdrückung und Resignation) oder „Jeong“ (eine tiefe emotionale Verbundenheit) auf eine Weise, die auch für Nicht-Koreaner verständlich ist.
Bereits der Einstieg in das Buch fesselt: Hyun beschreibt nicht nur kulturelle Eigenheiten und Traditionen, sondern gibt auch persönliche Anekdoten preis, die oft zum Schmunzeln anregen. Man erfährt von den kuriosen Etiketten, die die koreanische Esskultur bestimmen, warum das Bad im öffentlichen Jjimjilbang (Badehaus) eine ganz eigene Philosophie verfolgt und wie das Leben in einer Gesellschaft funktioniert, die tief von konfuzianischen Werten durchdrungen ist.
Besonders spannend sind seine Ausführungen zur Höflichkeit und dem gesellschaftlichen Rangsystem, die für viele westliche Leser exotisch wirken. Auch die politische Situation und die Geschichte des Landes kommen nicht zu kurz – Hyun erklärt die Hintergründe und Zusammenhänge auf eine verständliche und interessante Art und Weise.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Offenheit und Ehrlichkeit, mit der Hyun über sein eigenes Erleben als Koreaner in Deutschland spricht. Er beschreibt die Herausforderungen und Vorurteile, mit denen er konfrontiert wurde, und wie er versucht hat, eine Brücke zwischen den beiden Kulturen zu schlagen.
Das Buch ist keine trockene Auflistung von Fakten, sondern eine lebendige Erzählung, gespickt mit persönlichen Anekdoten und Beobachtungen. Hyun schafft es, die Widersprüche und Besonderheiten der koreanischen Gesellschaft auf unterhaltsame und gleichzeitig informative Weise darzustellen.
“Gebrauchsanweisung für Südkorea”, ist im Juni 2024 als aktualisierte Neuausgabe erschienen und ist ein spannender Reisebericht mit aktuellen Insidertipps. Das Buch ist nicht nur eine Art Reiseführer, sondern auch ein Plädoyer für mehr Verständnis und Toleranz zwischen den Kulturen.
Alles in allem ist es ein tolles Buch für alle, die sich für Korea interessieren und mehr über Land und Leute erfahren wollen. Es ist informativ, unterhaltsam und gibt Einblicke in die Kultur und Geschichte des Landes. Ich kann es nur empfehlen!
Wenn du das Buch liest, hast du das Gefühl, mit einem Freund zu plaudern, der einem gerade von seinen Erlebnissen in einer fernen Welt berichtet und dir gleichzeitig die vielfältige und spannende Kultur Koreas näherbringt.
Mir hat dieses Buch geholfen, viele meiner eigenen Beobachtungen in Korea besser einzuordnen und zu verstehen. Gleichzeitig hat es meine Neugier geweckt, noch tiefer in die koreanische Kultur einzutauchen.
Fazit
Die Literatur- und Lesekultur in Korea ist beeindruckend und vielfältig. Die Literatur spielt in der koreanischen Gesellschaft eine wichtige Rolle und wird durch zahlreiche Literaturpreise, -festivals und Regierungsinitiativen gefördert.
Für mich ist mein Buchtipp „Gebrauchsanweisung für Südkorea“ von Martin Hyun eine wunderbare Ergänzung zu meinen eigenen Entdeckungsreisen durch Korea und die perfekte Lektüre und ein „must read“ für alle, die mehr über dieses faszinierende Land erfahren möchten.
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/02/Teaser-Buchtipp.jpg500800ManuelManuel2026-02-13 19:34:322026-02-13 19:34:32[Mission] Literatur in Korea & Buchtipp für Korea Interessierte
Viele von euch, die sich mit Korea beschäftigen, K-Dramen und koreanische Filme ansehen oder den koreanischen Schauspielern, Musikern und Idols auf den sozialen Medien folgen und vielleicht schon in Korea waren, ist sicherlich aufgefallen, wie oft und unterschiedlich die Koreaner mit Handgesten auf Fotos posieren.
Als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal nach Korea kam, war ich fasziniert von der einzigartigen Fotokultur, die ich hier vorfand. Es scheint, dass den Koreanern Fotos und vor allem auch Selfies viel mehr Spaß machen als wir in Deutschland.
In Korea ist es eine Selbstverständlichkeit viel zu fotografieren. Und so haben mich nicht nur die vielen Photo-Booths an fast jeder Straßenecke in Seoul fasziniert, sondern auch wie die Koreaner und meine koreanischen Freunde und Bekannten auf Fotos posieren.
Posen und Gesten beim Photo-Booth
Ich habe den Eindruck, als hätte jede Koreanerin und jeder Koreaner ein ganzes Repertoire an niedlichen Gesten und Posen parat, sobald eine Kamera auf sie gerichtet wird. Anfangs war das etwas ungewohnt für mich, aber mit der Zeit habe ich diese Posen auch selbst übernommen.
Diese Gesten haben eine kulturelle und soziale Bedeutung und sind oft Ausdruck von Freundlichkeit, Freude oder Zuneigung.
Da ich immer wieder gefragt werde, was die einzelnen Posten bedeuten, möchte ich einige meiner Beobachtungen und Erfahrungen mit euch teilen.
Die beliebtesten Posen
Fingerherzen
Eine der ersten Gesten, die mir auffiel, war das Fingerherz. Dabei formen Daumen und Zeigefinger ein Herz.
Das Fingerherz ist eine der bekanntesten und beliebtesten Gesten in Korea
Diese Geste ist besonders durch K-Pop-Stars und Prominente populär geworden und wird oft in sozialen Medien verwendet. Die Idee hinter dem Fingerherz stammt aus der Überlegung, dass eine große, dramatische Geste wie das “Herz-über-dem-Kopf” nicht immer angebracht ist, vor allem in Alltagssituationen. Deshalb wurde dieses winzige, unaufdringliche Herz erfunden, das auf Fotos diskret und dennoch ausdrucksvoll ist.
Ich sehe das Fingerherz in Korea überall: auf der Straße, in Cafés, in Parks – einfach überall, wo Fotos gemacht werden. Anfangs kam es mir fast etwas übertrieben vor, aber ich habe schnell gelernt, dass es hier eine gängige Art ist, Zuneigung und positive Gefühle auszudrücken. Das Fingerherz wird oft in romantischen Situationen verwendet, aber auch als allgemeine Geste der Wertschätzung und des Respekts.
Das Fingerherz und das V-Zeichen werden am meisten für Fotos genutzt
Mittlerweile ertappe ich mich selbst dabei, wie ich bei meinen Selfies oder auch Gruppenfotos automatisch zum Fingerherz greife.
Für mich symbolisiert das Fingerherz nicht nur Zuneigung, sondern auch die enge Bindung, die wir haben. Es ist eine Art, unsere Freundschaft sichtbar zu machen, auch wenn wir nicht immer die gleichen Worte sprechen.
Inzwischen gibt es auch ein eigenes Fingerherz Emoji 🫰.
Das V-Zeichen
Diese Geste, bei der Zeige- und Mittelfinger ein „V“ formen, ist weltweit bekannt und symbolisiert „Victory“ (Sieg) oder „Peace“ (Frieden).
Das V-Zeichen ist wohl die Pose, die ich am häufigsten mache und neben dem Fingerherzen auch am meisten als Geste auf Fotos sehe. Es ist erstaunlich vielseitig!
Diese Pose (V-Zeichen) macht man in verschiedenen Positionen
Oft halte ich meine gespreizten Finger neben mein Gesicht auf Augenhöhe. Meine koreanischen Freunde haben mir erklärt, dass dies die Augen optisch vergrößert und das Gesicht schmaler erscheinen lässt – beides gilt in Korea als attraktiv.
Manchmal variiere ich und halte das V-Zeichen unter mein Kinn oder direkt vor ein Auge. Jede Variante hat einen leicht anderen Effekt auf das Gesamtbild.
V-Zeichen Posen mit Freunden in Korea sind für Fotos eine Selbstverständlichkeit
In Korea wird es oft in Fotos verwendet, um eine fröhliche und positive Atmosphäre auszudrücken. Es ist eine lockere, freundliche Geste, die oft mit einem Lächeln kombiniert wird.
Die Wangenherz-Pose
Eine weitere Pose ist das „Wangenherz“. Dabei legt man eine Hand an die Wange, sodass sie ein halbes Herz formt. Es dauerte eine Weile, bis ich den Dreh raushatte und manchmal sieht es noch etwas komisch aus, aber inzwischen klappt auch diese Pose bei mir gut und ich mache sie gerne. Diese Pose sehe ich oft bei K-Pop-Idols und Influencern. Sie verleiht Fotos einen verspielten, niedlichen Touch.
Das Wangenherz in Kombination mit der V-Zeichen Geste
Die Wangenherz-Pose wird oft verwendet, um Liebe und Zuneigung auszudrücken, ähnlich wie das Fingerherz. Diese Geste ist besonders bei Paaren beliebt, die sie auf Fotos machen, um ihre Liebe zu symbolisieren.
Herz-über-dem-Kopf
Bei dieser Geste werden die Arme über den Kopf in Form eines großen Herzens gehoben. Dieses Symbol ist weit verbreitet und wird verwendet, um große Zuneigung oder Liebe zu zeigen. Es ist größer und auffälliger als das Fingerherz und wird oft bei besonderen Anlässen oder großen emotionalen Momenten verwendet.
Gemeinsame Herz-über-Kopf Geste und andere Gesten mit Freunden
Besonders bei Konzerten oder großen Veranstaltungen, wo Stars oder Idole ihre Dankbarkeit gegenüber den Fans zeigen, verwenden sie diese Geste, um ihre Liebe und Dankbarkeit auf eine „große“ und herzliche Weise auszudrücken.
Es kann auch in der täglichen Kommunikation verwendet werden, um intensive Zuneigung zu zeigen.
Blumenpose
Diese Pose wird oft als „Blumenpose“ bezeichnet, weil die Hände wie Blütenblätter das Gesicht einrahmen. Bei dieser Geste legt man beide Hände unter das Kinn und formt sie zu einer „Schale“, als würde man eine Blume präsentieren. Sie soll Niedlichkeit und Unschuld ausdrücken.
Spaß im Taxi mit Jeong-Sim: Blumenpose und eine Kombination verschiedener Posen
Diese Geste ist besonders in der koreanischen Unterhaltungsindustrie beliebt, insbesondere bei weiblichen Stars, die ihre „niedliche“ oder „unschuldige“ Seite zeigen wollen. Es vermittelt ein Bild von Reinheit, Unschuld und oft auch kindlicher Verspieltheit.
Warum diese Posen so beliebt sind
Je öfter und länger ich in Korea bin, desto besser verstehe ich, warum diese Posen so weit verbreitet sind:
Ästhetik
In der koreanischen Kultur wird viel Wert auf das äußere Erscheinungsbild gelegt. Diese Posen sind darauf ausgelegt, bestimmte Gesichtszüge zu betonen oder das Gesicht vorteilhaft erscheinen zu lassen.
Aegyo-Kultur
Aegyo“ ist ein wichtiger Begriff in Korea. Er beschreibt ein niedliches, oft kindliches Verhalten, das als charmant gilt. Viele dieser Fotoposen fallen in die Kategorie Aegyo.
Gruppenzugehörigkeit
Es ist eine Art nonverbaler Kommunikation, die zeigt, dass man die kulturellen Codes versteht und respektiert, und so fühle ich mich als Teil der Gruppe.
Social Media Einfluss
Soziale Medien spielen in Korea eine große Rolle. Viele Posen werden durch Influencer und K-Pop-Stars populär und verbreiten sich dann wie ein Lauffeuer.
Ausdrucksform
Die koreanische Gesellschaft gilt oft als zurückhaltend, wenn es um den offenen Ausdruck von Gefühlen geht. Diese Posen bieten eine spielerische Möglichkeit, Emotionen zu zeigen, ohne dabei als aufdringlich zu gelten.
Meine persönliche Entwicklung
Ich habe all diese Posen und Gesten zu schätzen gelernt. Sie sind nicht nur eine lustige Art, Fotos aufzunehmen, sondern auch ein Weg, meinen koreanischen Freunden zu zeigen, dass wir auf einer Wellenlänge sind.
In meinem Alltag sind die Posen und Gesten nicht mehr wegzudenken
Wie selbstverständlich gehören diese Posen inzwischen zu meinem Alltag. Ob bei einem Ausflug mit Freunden, einem Besuch in einem Café oder einfach nur beim Spaziergang durch die Stadt – sobald eine Kamera gezückt wird, finde ich mich automatisch in einer dieser Posen wieder. Es ist, als hätte ich eine neue visuelle Sprache gelernt.
Ein Selfie mit Freunden, natürlich immer mit ein paar Gesten
Fazit
Die koreanische Fotokultur ist viel mehr als nur eine Reihe von niedlichen Posen. Sie ist ein Fenster in die koreanische Gesellschaft, ihre Werte und ihre Art, sich auszudrücken.
Ich habe festgestellt, dass diese Handgesten nicht nur auf Fotos verwendet werden, sondern auch im alltäglichen Leben.
Für mich sind diese Gesten mehr als nur Posen; sie sind Ausdruck von Emotionen und Teil der koreanischen Kultur, die Freundschaft und Zuneigung hochhält. Jedes Mal, wenn ich diese Posen mache, fühle ich mich mit meinen koreanischen Freunden verbunden, und es macht Spaß, diese kleinen, liebevollen Gesten der Freude zu teilen. Es sind die kleinen Dinge, die uns näherbringen und unsere Erinnerungen unvergesslich machen.
Natürlich ist es wichtig zu betonen, dass nicht alle Koreaner diese Posen machen oder mögen. Wie in jeder Kultur gibt es auch hier individuelle Vorlieben und Abneigungen. Dennoch bleibt es für mich eine faszinierende und liebenswerte Besonderheit der koreanischen Kultur, die ich nicht mehr missen möchte.
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/02/teaser-Posen-und-Gesten.jpg500800ManuelManuel2026-02-13 19:33:342026-02-13 19:33:34Die koreanische Fotokultur – Niedliche Posen und Gesten
Als jemand, der schon oft in Korea war und die dortige Trinkkultur hautnah miterlebt hat, möchte ich euch heute von meinen Erfahrungen mit Soju erzählen – dem Nationalgetränk Koreas, das tief in die Kultur Koreas verwurzelt ist.
Auch wenn du vielleicht noch nie in Korea warst, ist dir sicherlich eines aufgefallen, wenn du einen K-Drama-Marathon eingelegt oder koreanische Filme geschaut hast: Soju, das klare koreanische Nationalgetränk, ist allgegenwärtig.
Soju trinken in Korea
Ob bei fröhlichen Zusammenkünften, emotionalen Aussprachen, zur Feier beruflicher Erfolge oder auch bei Hochzeiten und sogar Beerdigungen – Soju ist stets präsent. Diese Omnipräsenz in den Medien spiegelt die reale Bedeutung von Soju in der koreanischen Gesellschaft wider.
Die Geschichte des Soju
Die Ursprünge des Soju reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, als die Mongolen die Destillationstechnik nach Korea brachten. Ursprünglich aus Reis hergestellt, hatte Soju damals einen deutlich höheren Alkoholgehalt als heute. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich das Getränk stetig weiter.
Ein entscheidender Wendepunkt in der Geschichte des Soju war in den 1950er Jahren eine große Nahrungsmittelknappheit, weshalb die Verwendung von Reis zur Alkoholherstellung verboten wurde. Dies führte zu einer kreativen Umstellung auf alternative Zutaten wie Süßkartoffeln oder Tapioka – eine Notlösung, die den Charakter des modernen Soju maßgeblich prägte.
Die Beliebtheit von Soju und meine Erfahrungen
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Soju ist in Korea allgegenwärtig. Ob in Bars, Restaurants oder Convenience Stores – überall findet man die charakteristischen meist grünen Flaschen. Laut Statistik ist Soju das meistverkaufte alkoholische Getränk der Welt.
Besonders beeindruckend finde ich, wie Soju alle Gesellschaftsschichten durchdringt. Vom Bauarbeiter über Büroangestellte, bis zum Chaebol – Soju vereint die Menschen und ist ein fester Bestandteil des sozialen Lebens in Korea. Fast jeder in Korea trink Soju. Ob jung oder alt, Mann oder Frau – Soju ist ein Getränk für alle.
Soju ist in Korea nicht mehr wegzudenken und wird bei vielen Gelegenheiten getrunken
Als ich vor Jahren zum ersten Mal Soju getrunken hatte, war ich überrascht von seinem milden Geschmack. Anders als viele andere hochprozentige Getränke brennt Soju kaum im Hals. Das macht ihn gefährlich leicht zu trinken – ein Umstand, den ich schon das eine oder andere Mal am nächsten Morgen bereut habe!
Mittlerweile habe ich gelernt, Soju zu schätzen. Besonders an lauen Sommerabenden, wenn ich mit Freunden in einem der zahllosen Pojangmacha (Straßenimbiss) sitze, genieße ich ein kühles Glas Soju zu gegrilltem Schweinefleisch.
Beim Pojangmacha (Straßenimbiss) wird in Korea oft Soju zum Essen getrunken
Somaek – Die perfekte Mischung
Eine meiner Lieblingsvariationen von Soju ist „Somaek“ – eine Mischung aus Soju und Bier (auf Koreanisch „Maekju“). Der Name setzt sich aus den ersten Silben beider Getränke zusammen. Die übliche Mischung ist 30 % Soju und 70 % Bier, aber je nach Vorliebe kann das Verhältnis variieren.
Somaek wird oft in großen Gläsern serviert und mit einem Löffel oder Essstäbchen gemischt, bis sich Schaum bildet. Der Geschmack ist überraschend mild und gefährlich trinkbar. Ich muss gestehen, dass ich schon so manchen Abend mit Somaek verbracht habe, der länger wurde als geplant!
Somaek – Soju mit Bier gemischt, schmeckt mir köstlich
Soju Bomb
Ähnlich wie Somaek, aber mit einem dramatischeren Serviervorgang, bei dem ein Glas Soju in ein Glas Bier fallen gelassen wird.
Inzwischen habe ich in Korea auch Cocktails, also kreative Mischungen mit Soju als Basis, oft mit Früchten oder Softdrinks kombiniert, gesehen. Diese modernen Interpretationen zeigen, wie anpassungsfähig und vielseitig Soju ist.
Soju-Sorten – von traditionell bis trendy
Heute gibt es eine beeindruckende Vielfalt an Soju-Sorten:
Chamisul
Die meistverkaufte Marke, bekannt für ihren milden Geschmack.
Jinro
Eine weitere populäre Marke, die auch international erfolgreich ist.
Andong Soju
Ein traditioneller, aus Reis destillierter Soju mit höherem Alkoholgehalt.
Flavored Soju
In den letzten Jahren sind aromatisierte Sojus mit Geschmacksrichtungen wie Grapefruit, Pfirsich oder Birne sehr beliebt geworden.
Der Alkoholgehalt variiert je nach Sorte, liegt aber typischerweise zwischen 16 % und 25 %. Die traditionellen Sorten können sogar bis zu 45 % Alkohol enthalten.
links: Soju im koreanischen Convenience Store; rechts im deutschen Asiamarkt
Soju im koreanischen Alltag: Mehr als nur ein Getränk
In Korea ist Soju weit mehr als nur ein alkoholisches Getränk – es ist ein Symbol für Gemeinschaft und oft sogar ein Vermittler in schwierigen Situationen. Hier einige typische Gelegenheiten, bei denen Koreaner Soju genießen:
Firmenessen (Hoesik)
Nach der Arbeit mit Kollegen essen und trinken zu gehen, ist in Korea sehr üblich. Soju ist dabei fast immer präsent und hilft, die oft strikten Hierarchien am Arbeitsplatz etwas aufzulockern.
Familienfeiern
Ob Geburtstage, Hochzeiten oder traditionelle Feste wie Chuseok (koreanisches Erntedankfest) – Soju ist oft Teil der Festlichkeiten.
Universitätstreffen
Studenten trinken gerne Soju bei Zusammenkünften, oft in kreativen Mischungen wie „Somaek“ (Soju + Bier).
Nach Prüfungen oder wichtigen Ereignissen
Das Bestehen einer schwierigen Prüfung oder der Abschluss eines großen Projekts wird gerne mit Soju gefeiert.
Pojangmacha-Besuche
Diese traditionellen Straßenimbisse sind besonders an kühlen Abenden beliebte Treffpunkte, um Soju zu genießen.
Beim Camping oder Picknick
Outdoor-Aktivitäten werden in Korea oft von einer Flasche Soju begleitet.
Regeln beim Soju-Trinken
Das Trinken von Soju folgt bestimmten sozialen Regeln. Es ist üblich, dass der Älteste oder Ranghöchste in der Gruppe das erste Glas einschenkt und verteilt. Beim Einschenken und Empfangen des Glases werden beide Hände benutzt – ein Zeichen des Respekts.
Soju und koreanische Küche – eine perfekte Harmonie
Ich genieße Soju gerne auch zu verschiedenen koreanischen Gerichten. Natürlich, weil ich gerne esse und ich die koreanische Küche über alles liebe, aber Soju passt einfach hervorragend zu würzigen und gegrillten Speisen wie:
Der klare, leicht süßliche Geschmack des Soju ergänzt die intensiven Aromen der koreanischen Küche perfekt und hilft, die Schärfe mancher Gerichte zu mildern.
Zu gegrillten Speisen passt Soju besonders gut
Soju – ein globaler Botschafter
Die Popularität von Soju hat längst die Grenzen Koreas überschritten. In vielen Großstädten weltweit findet man koreanische Restaurants und Bars, die Soju anbieten.
Auch in Deutschland habe ich beobachtet, wie das Interesse an diesem faszinierenden Getränk wächst und man Soju nun in vielen koreanischen oder asiatischen Lebensmittelläden kaufen kann. In den koreanischen Restaurants und Imbissen in Deutschland ist Soju bereits seit Jahren üblich und erhältlich.
Soju schmeckt auch in Deutschland: ob mit koreanischen Freunden oder Treffen des deutsch-koreanischen Stammtisches
Mein persönliches Fazit
Ob in Korea oder in Deutschland, Soju ist für mich mehr als nur ein Getränk. Es ist ein Stück koreanische Kultur, das Gemeinschaft, Tradition und Moderne verbindet.
Jedes Mal, wenn ich ein Glas Soju genieße, fühle ich mich mit der reichen Kultur und Geschichte Koreas verbunden. Es erinnert mich an fröhliche Abende mit Freunden in Seoul, an köstliche Mahlzeiten und an die Wärme der koreanischen Gastfreundschaft.
Wenn ihr die Gelegenheit habt, probiert Soju in seinem traditionellen Kontext – zu einem koreanischen Essen, in guter Gesellschaft. Ihr werdet verstehen, warum dieses faszinierende Getränk so tief in der koreanischen Kultur verwurzelt ist und warum es in fast jeder Szene eines K-Dramas auftaucht.
Am 9. Oktober feiern Koreaner einen ganz besonderen Feiertag – den Hangeul-Tag.
Aber was genau feiern sie da eigentlich? Und warum ist dieser Tag so wichtig für die koreanische Kultur?
Die Geburt einer einzigartigen Schrift
Die Geschichte des Hangeul beginnt im Jahr 1443 mit König Sejong dem Großen. Er stand vor einem gravierenden Problem: Der Großteil seiner Bevölkerung konnte weder lesen noch schreiben. Der Grund dafür lag in der Verwendung chinesischer Schriftzeichen für die koreanische Sprache – ein System, das so komplex war, dass es nur der Elite vorbehalten blieb.
König Sejong wollte das ändern. Er hatte eine Vision: Ein Alphabet, das so einfach und logisch aufgebaut ist, dass es „ein kluger Mensch an einem Morgen erlernen und ein dummer Mensch in zehn Tagen meistern kann“. Mit diesem Ziel vor Augen machte er sich mit einem Team von Gelehrten an die Arbeit.
Das Ergebnis? Hangeul – das einzige Alphabet der Welt, dessen Entstehung genau dokumentiert ist und dessen Erfinder wir kennen.
In Seoul ein Besuch am Denkmal von König Sejong der Große – Erfinder des koreanischen Alphabets Hangeul
Hangeul: Ein Meisterwerk des Sprachdesigns
Was König Sejong und seine Gelehrten schufen, verblüfft mich bis heute. Hangeul ist nicht einfach eine Ansammlung willkürlicher Zeichen.
Die Buchstaben repräsentieren tatsächlich die Form der Sprechorgane bei der Aussprache. Als ich das erste Mal davon hörte, konnte ich es kaum glauben, aber es stimmt: Die Konsonanten bilden vereinfacht die Zungen-, Lippen- oder Zahnstellung ab, während die Vokale auf philosophischen Konzepten von Himmel, Erde und Mensch basieren.
Ursprünglich bestand Hangeul aus 28 Buchstaben, heute sind es 24 (14 Konsonanten und 10 Vokale). Diese werden zu Silbenblöcken kombiniert, was dem Schriftbild eine charakteristische quadratische Form verleiht.
Seit vielen Jahren sehe ich jeden Tag beim Arbeiten auch das koreanische Alphabet Hangeul auf meiner Lieblingstasse.
Von der Erfindung zur Akzeptanz – ein langer Weg
Obwohl Hangeul eine geniale Erfindung war, dauerte es Jahrhunderte, bis es sich durchsetzte. Die Elite hielt lange an den chinesischen Schriftzeichen fest, die als prestigeträchtiger galten. Erst im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, als Korea nach Modernisierung strebte, gewann Hangeul an Bedeutung.
Heute ist Hangeul nicht nur die offizielle Schrift Koreas, sondern auch ein wichtiger Teil der koreanischen Identität.
Meine ersten Schritte mit Hangeul
Als ich mit dem Koreanisch lernen begann, sah ich mich zunächst einer Wand aus geometrischen Formen gegenüber. In Hangeul werden die Buchstaben zu Silbenblöcken kombiniert, was dem Schriftbild eine charakteristische quadratische Form verleiht. Anfangs erschien mir das unüberwindbar komplex.
Doch zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass König Sejongs Versprechen tatsächlich stimmte. Nach wenigen Tagen begann ich, einzelne Buchstaben zu erkennen. Nach einer Woche konnte ich bereits einfache Worte lesen – auch wenn ich ihre Bedeutung noch nicht verstand. Es war, als würde sich ein faszinierender Code vor meinen Augen entschlüsseln.
So sahen 2019 meine ersten Versuche mit Hangeul aus.
Natürlich braucht es Zeit und Übung, um Hangeul fließend lesen und schreiben zu können und ich stehe noch am Anfang. Aber der Prozess des Lernens ist faszinierend. Man beginnt, die Logik hinter den Buchstabenformen zu verstehen und zu schätzen. Es ist, als würde man ein cleveres Puzzle lösen.
Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich Hangeul selbst beizubringen.
Der Hangeul-Tag: Ein Fest der Sprache und Kultur
Der Hangeul-Tag wurde erstmals 1926 gefeiert, zu einer Zeit, als Korea unter japanischer Kolonialherrschaft stand und die eigene Kultur unterdrückt wurde. Die Feier des Hangeul war damals ein Akt des kulturellen Widerstands.
Heute ist der 9. Oktober ein Nationalfeiertag in Korea. An diesem Tag finden landesweit Veranstaltungen wie zum Beispiel Kalligrafie-Wettbewerbe oder auch Ausstellungen zur Geschichte des Hangeul statt.
Fazit
Hangeul ist mehr als nur ein Alphabet. Es ist ein Symbol für Demokratisierung des Wissens, für die Innovation einer Sprache und für die reiche Kultur Koreas.
Der Hangeul-Tag erinnert uns daran, dass Sprache und Schrift mächtige Werkzeuge sind – nicht nur zur Kommunikation, sondern auch zur Formung von Identität und Gemeinschaft.
Also, das nächste Mal, wenn du koreanische Schriftzeichen siehst – sei es auf einem Restaurantschild, einer K-Drama-Werbung oder einem K-Pop-Album – denk daran: Du blickst auf ein faszinierendes Stück Geschichte. Und wer weiß? Vielleicht inspiriert es dich ja, selbst die Hangeul-Buchstaben zu lernen!
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/02/Teaser-Hangul-Tag.jpg500800ManuelManuel2026-02-13 19:31:072026-02-13 19:31:2509. Oktober – Der Hangeul-Tag in Korea
Seoul überrascht mich immer wieder. Gerade, wenn ich denke, die Stadt zu kennen, stolpere ich über Orte wie einen Wasserfall mitten in der Stadt – eine versteckte Oase, die fast noch ein Geheimtipp ist.
Eine Oase mitten in Seoul
Mitten in der lebhaften, modernen Stadt kannst du hier dem Klang eines kleinen Wasserfalls lauschen und völlig abschalten. Als ich das erste Mal von einem Wasserfall mitten in Seoul hörte, konnte ich kaum glauben, dass ein solch idyllischer Ort in der koreanischen Metropole existieren sollte. Doch als ich an einem warmen Sonntagmorgen in schmale Gasse im Stadtteil Seodaemun-gu die zum Café Pokpo direkt am Wasserfall führt, betrat, wurde ich eines Besseren belehrt.
Die Anfahrt und Lage
Mein Startpunkt war Hongdae, eines der lebendigsten Viertel in Seoul. Normalerweise würden die meisten wohl einfach die U-Bahn nehmen, aber ich liebe es, mit dem Bus zu fahren. Es ist eine meiner Lieblingsmethoden, um die Stadt zu erkunden, denn so bekomme ich mehr von den verschiedenen Facetten Seouls mit.
Mit dem Bus ist man von Hongdae in gut 20 Minuten am Wasserfall
Von Hongdae aus stieg ich in den grünen Bus 7612, um nach einer Station nach 4 Minuten in den blauen Bus 163 umzusteigen. Dieser brachte mich nach neun Stationen (Aussteigen: IBK Hongeun-dong Branch = 서대문구보건서별관) und gut 10 Minuten Fahrt in die Nähe meines Ziels.
Hier zur Orientierung die Wegstrecke mit dem Bus (mehrere Busnummern fahren zum Ziel)
Eine Oase der Ruhe
Der Kontrast hätte kaum größer sein können. Eben noch umgeben vom Großstadtlärm, stand ich nun vor dem Wasserfall, der sanft in einen Teich plätscherte, eingebettet in üppiges Grün. Ich musste zweimal hinsehen, um sicherzugehen, dass ich nicht träumte.
Ein kleines ruhiges Paradies
Das Café Pokpo hat etwas Magisches. Es liegt direkt neben einem kleinen Wasserfall. Ich setzte mich draußen auf die Terrasse, wo das Geräusch des Wassers hören konnte, und genoss meinen Iced Americano sowie mein Brötchen gefüllt roter Bohnenpaste zum Frühstück. Von hier aus hatte ich einen perfekten Blick auf das idyllische Szenario vor mir.
Frühstück am Wasserfall
Die gesamte Atmosphäre war unglaublich friedlich, fast meditativ. Auf der einen Seite bist du in einer der größten und lebendigsten Städte der Welt, aber gleichzeitig fühlt es sich an, als wärst du in einem abgelegenen Naturparadies.
Kaffeegenuss mit Naturkulisse
Mein Blick wanderte immer wieder zu dem alten Mühlrad, das sich gemächlich im Wasser drehte, und zu den Fischen die friedlich im Teich ihre Runden zogen.
Das Mühlrad und der Teich mit vielen Fischen
Was mich besonders beeindruckte, war die Atmosphäre im Café. Obwohl es gut besucht war, herrschte eine angenehme Ruhe. Die Gäste unterhielten sich in gedämpften Tönen, als wollten sie die friedliche Stimmung nicht stören. Ich beobachtete Paare, die verträumt über den Teich blickten, Studenten, die konzentriert an ihren Laptops arbeiteten, und einen älteren Herrn, der in sein Buch vertieft war. Es schien, als hätte der Wasserfall eine beruhigende Wirkung auf alle Anwesenden.
Natürlich gab es auch viele Gäste, und hier will ich mich nicht ausnehmen, die dann für ein paar Fotos den Wasserfall und die herrliche Kulisse zu Fuß erkundet hatten und in vielen verschiedenen Winkeln und Positionen Bilder und Selfies machten.
Wunderbare Natur und eine tolle Atmosphäre mitten in Seoul
Ein Geheimtipp für Ruhesuchende
Für alle, die wie ich gelegentlich eine Pause vom hektischen Treiben Seouls brauchen, kann ich diesen Ort wärmstens empfehlen. Das Wasserfall-Café Pokpo ist wirklich ein Schatz, den noch nicht jeder kennt. Es ist einer dieser Orte, an die du immer wieder zurückkommen möchtest, sobald du sie einmal entdeckt hast. Er ist perfekt, wenn du der Hektik der Stadt entfliehen und einfach mal durchatmen willst – und das, ohne weit fahren zu müssen, denn der Weg dorthin ist einfach.
Ein Blick auf die Umgebung
Mein Fazit
Ob ihr nun auf der Suche nach einem einzigartigen Instagram-Spot seid, in Ruhe arbeiten möchtet oder einfach nur einen guten Kaffee in außergewöhnlicher Umgebung genießen wollt – den Wasserfall und dieses Café solltet ihr auf keinen Fall verpassen!
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/02/Waterfall-Cafe.jpg500800ManuelManuel2026-02-13 19:29:572026-02-13 19:29:57Eine überraschende Oase: Ein Wasserfall mitten in Seoul
Kennt ihr das auch? Manchmal sind es die einfachsten Dinge, die zu den schönsten Momenten werden. Für mich ist es eine simple Packung Ramen, gegessen am Ufer des Han Rivers in Seoul. Es mag verrückt klingen, aber selbst, wenn ich vorher schon gegessen habe – am Han River, der von den Koreanern Hangang genannt wird, geht immer noch eine Portion Ramen.
Es ist fast wie ein Ritual geworden, und heute nehme ich euch mit zu einem meiner Lieblingsorte in Seoul, dem Han River.
Blick vom Han River auf den N-Seoul Tower
Mein Lieblingsbereich – Der Yeouido Hangang Park
Von allen Bereichen am Han River hat der Yeouido Hangang Park einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Die Kombination aus weitläufigen Grünflächen, der beeindruckenden Skyline und der lebendigen Atmosphäre macht ihn für mich zum perfekten Spot. Bei jedem Korea-Aufenthalt zieht es mich magnetisch hierher – manchmal sogar mehrmals die Woche.
Die Skyline am Han River
Warum ausgerechnet Ramen am Han River?
Die Antwort ist einfach – es schmeckt hier einfach anders. Mir schmeckt Ramen hier noch besser und viele meiner Freunde haben mir bestätigt, dass sie immer wieder Lust auf Ramen am Han River haben und es für sie etwas Besonderes ist. Vielleicht liegt es an der Atmosphäre, vielleicht an der frischen Luft, oder an dem Gefühl von Freiheit, wenn man auf die glitzernde Wasserfläche schaut.
Die kleinen Convenience Stores entlang des Flusses sind perfekt ausgestattet: heißes Wasser, Stäbchen, manchmal sogar kleine Tische und Stühle und natürlich Getränke und Snacks. Mehr braucht man nicht für das perfekte Ramen-Erlebnis.
Natürlich findet man auch Stände mit einer Vielzahl von Essen vor Ort.
Am Han River gibt es viele Möglichkeiten etwas zu essen
Ein typischer Abend am Fluss
Oft beginnt es damit, dass ich nach einem gemeinsamen Tag oder Abendessen mit meinen Freunden noch einen Iced Americano trinken und etwas Süßes naschen will.
“Lasst uns zum Han River fahren”, sage ich dann, und meine Freunde wissen schon, worauf das hinausläuft. Wir holen uns unsere Kaffees, schlendern am Ufer entlang und lassen den Tag Revue passieren.
Zum Kaffee am Han River darf Süßes nicht fehlen. Ich mag gerne Wallnussgebäck mit roter Bohnenpaste
Die Sonne geht unter, die Lichter der Stadt spiegeln sich im Wasser, und dann kommt unweigerlich der Moment – das Ramen-Ritual.
„Hast du Hunger?“ – Diese Frage stelle ich eigentlich nur pro forma. Auch wenn meine Freunde sagen „Ich bin eigentlich noch satt“, sitzen wir 15 Minuten später mit dampfenden Ramen-Schüsseln am Ufer oder an den Tischen rund um die „Ramen-Station“.
Mein Favorit ist übrigens Shin Ramyun, extra scharf. Die Schärfe, die warme Brühe, dazu der kühle Abendwind vom Fluss – es ist jedes Mal ein kleines Fest für die Sinne.
Wie macht man das?
Zuerst gehst du in einen der Convenience Stores am Fluss. Dort stehen unzählige Sorten von Instant-Ramen in den Regalen – von mild bis höllisch scharf. Nachdem du dich für eine Sorte entschieden hast, bekommst du heißes Wasser, welches direkt im Laden verfügbar ist. Einige Stores bieten sogar kleine Tische an, wo du dein Ramen direkt zubereiten kannst, oder du nimmst es in einer tragbaren Schüssel mit nach draußen.
Am Han River im Convenience Store Ramen auswählen und kaufenDas Ramen vorbereitenRamen aufkochen lassen und zwischendrin umrührenEinen guten Platz am Ufer oder Tisch suchen und Ramen genießen
Die perfekte Kulisse
Während wir unsere Ramen schlürfen (ja, in Korea darf man das), liefert Seoul die perfekte Show: der Yeouido Hangang Park ist wie ein großer Gemeinschaftspark am Fluss und die Banpo Bridge erstrahlt in ihrer berühmten Rainbow Fountain Show, Ausflugsboote gleiten vorbei, und überall sieht man kleine Grüppchen, die es sich wie wir am Ufer gemütlich gemacht haben.
Die Banpo Bridge am Han River erstrahlt in ihrer berühmten Rainbow Fountain Show
Der Han River bei Tag
Natürlich ist der Han River auch tagsüber ein Erlebnis. Familien und Freunde beim Picknick oder beim Sport, viele Paare auf Leihfahrrädern oder Pärchen, die Hand in Hand spazieren.
Das Han River ist für viele Bewohner Seouls eine zweite Heimat
Der Han River ist so viel mehr als nur ein Fluss, der durch die Stadt fließt. Er ist das Herzstück der Freizeitgestaltung für viele Koreaner.
Die Ufer des Han River sind meist recht gut besucht
Viele verbringen den ganzen Tag hier, fangen schon am Morgen mit sportlichen Aktivitäten an, spielen Badminton, werfen Frisbee oder gehen joggen. Im Laufe des Nachmittags verwandelt sich der Han River dann in eine riesige Freiluft-Oase, wo das Leben ein bisschen langsamer und ruhiger wird, wo Menschen einfach abschalten und den Moment genießen.
Die Promenade ist auch für Radfahren, Joggen oder einfach Spazierengehen optimal
Aber wenn ihr mich fragt: Die wahre Magie entfaltet sich erst abends, wenn die Lichter angehen und der Duft von unzähligen Ramen-Schüsseln durch die Luft weht.
Bei Nacht beginnt der besondere Charme des Han Rivers
Für mich ist der Han River zu einem Stück Heimat geworden. Und wenn ich mit meiner langjährigen Freundin Ae-Rim hier sitze, wir unsere Ramen schlürfen und über das Leben philosophieren, dann weiß ich: Manchmal sind es wirklich die einfachen Dinge, die das Leben besonders machen.
Ein schöner Abend mit einer guten Freundin geht mit Ramen am Han River langsam zu Ende
Meine Tipps für euer Ramen-Erlebnis am Han River
Meine Favoriten: Der Yeouido Hangang Park – besonders der Bereich nahe der U-Bahn-Station Yeouinaru
sowie der Banpo Hangang Park für die Rainbow Fountain Show
Beste Zeit: 1-2 Stunden vor Sonnenuntergang hingehen oder sonntags am Mittag.
Must-Have: Eine Isomatte oder dünne Decke zum Sitzen. Kann man dort auch mieten.
Geheimtipp: Die kleinen Snacks vom Convenience Store nicht vergessen!
Extra-Tipp: Der Convenience Store nahe der Yeouinaru Station hat die beste Auswahl an Ramen.
Vielleicht denkt ihr jetzt: „Das ist doch übertrieben, Ramen ist Ramen.“ Aber ich verspreche euch: Probiert es einmal aus, und ihr werdet verstehen, was ich meine. Es ist diese besondere Mischung aus Großstadt und Naturidylle, aus Einsamkeit und Gemeinschaft, die jeden Bissen zu etwas Besonderem macht.
Fazit
Ein Besuch am Han River ist mehr als nur ein Ausflug – er bietet eine Gelegenheit, Freundschaften zu pflegen, neue Traditionen zu schaffen und die Magie der einfachen Dinge zu erleben. Tagsüber genießen die Menschen hier die Ruhe, die frische Luft und das Gefühl von Gemeinschaft. Besonders abends, wenn die Lichter der Stadt sich im Wasser spiegeln, und man entspannt am Ufer sitzt, entfaltet sich der wahre Zauber dieses Ortes. Für alle, die Seoul besuchen, sollte ein Abend am Han River definitiv auf der To-Do-Liste stehen, um die einzigartige Atmosphäre zu erleben, die den Alltag für einen Moment vergessen lässt. Und jede Schüssel Ramen wird hier zu einem kleinen Fest.
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/02/0.jpg500800ManuelManuel2026-02-13 19:29:152026-02-13 19:36:11Ramen mit Aussicht – Ein Tag am Han River
Während ich durch die Straßen Seouls schlendere, fällt mir in den unzähligen Convenience Stores und Geschäften sofort auf, dass der 11.11. naht. Überall türmen sich die charakteristischen Boxen mit Pepero-Sticks. Diese dünnen, mit Schokolade überzogenen Knabberstangen sind zum Symbol eines der unterhaltsamsten „inoffiziellen“ Feiertage Koreas geworden – dem Pepero Day.
Der 11. November ist in Korea nicht einfach nur ein gewöhnlicher Tag – es ist Pepero Day und an diesem Tag liegt in Korea ein süßer Hauch von Liebe in der Luft. Diese einzigartige Tradition ist eine Hommage an die Freundschaft und Liebe, und die Hauptakteure sind nicht rote Herzen oder Blumen, sondern knusprige, schokoladenüberzogene Pocky-Sticks, die in Korea als Pepero bekannt sind. Was auf den ersten Blick wie ein reiner Marketing-Gag erscheinen mag, hat sich zu einem der beliebtesten inoffiziellen Feiertage in Korea entwickelt.
Ein typischer Verkaufstand der Pepero-Sticks in Korea
Die Geschichte des Pepero Day
Ich selbst habe von dem Pepero Day schon öfters gehört, wollte aber wissen, wie es dazu kam. Die Geschichte, die mir meine koreanischen Freunde erzählt haben, ist so charmant wie kreativ: Alles begann 1983 an einer Mädchenschule in Busan. Schülerinnen schenkten sich gegenseitig Pepero-Sticks mit dem Wunsch, so dünn und hochgewachsen zu werden wie diese Stäbchen. Das Datum 11.11. wurde gewählt, weil die vier Einsen wie vier Pepero-Sticks nebeneinander aussehen.
Was als kleine Geste unter Schulfreundinnen begann, entwickelte sich dank geschicktem Marketing der Firma Lotte, die Pepero herstellt, zu einem landesweiten Phänomen.
Eine andere Version führt den Ursprung auf eine clevere Marketingstrategie des Unternehmens zurück, dass die Ähnlichkeit des Datums mit den Pepero-Stäbchen erkannte. Ab 1997 begann Lotte, die Geschichte der Schülerinnen zu nutzen, um den Pepero Day erfolgreich zu bewerben.
Ursprünglich war der Pepero Day als eine Gelegenheit gedacht, Freundschaften zu stärken und Wertschätzung auszudrücken. Im Laufe der Jahre hat sich der Fokus jedoch erweitert, und heute wird der Tag von Paaren genutzt, um ihre Liebe zu feiern, ähnlich wie der Valentinstag im Westen.
Die Pepero-Sticks gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen
Pepero: Mehr als nur ein Snack
Die Hauptakteure des Pepero Day sind natürlich die Pepero-Sticks selbst. Diese leckeren Snacks bestehen aus dünnen Keksstangen, die in Schokolade getaucht und oft mit verschiedenen Toppings wie Nüssen oder Streuseln verziert sind. Lotte hat im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen eingeführt, von klassischer Schokolade bis zu Erdbeercreme oder Matcha.
Ab Mitte Oktober werden die Pepro-Sticks in Massen verkauft
Die Menschen nehmen sich Zeit, um ihre Pepero-Geschenke sorgfältig auszuwählen, und die Verpackung spielt eine ebenso wichtige Rolle wie der Geschmack. Viele Paare tauschen liebevoll verzierte Pepero-Geschenke aus, um ihre Zuneigung zueinander auszudrücken.
Pepero-Sticks als Geschenk in Herz-Form und ein Verkaufsregal im CU für verschiedenen Paketen
Die kulturelle Bedeutung
Während ich in den Läden in Korea überall die Pepero Verkaufsstände sehe, wird mir klar, dass Pepero Day weit mehr ist als ein kommerzieller Feiertag. Er spiegelt wichtige Aspekte der koreanischen Kultur wider:
Jeong (정)
Das Konzept der zwischenmenschlichen Verbundenheit und Fürsorge. Jeong ist in der koreanischen Kultur eine tiefe, anhaltende Verbundenheit, die durch gemeinsame Erlebnisse entsteht und auch Bekannte oder Fremde einschließen kann. Dieses Gefühl zeigt sich in kleinen Gesten der Fürsorge und symbolisiert die Verpflichtung, füreinander da zu sein.
Kibun (기분)
Die Bedeutung positiver Stimmung und harmonischer Beziehungen. Es geht darum, dass „Gefühl“ oder die „Stimmung“ anderer Menschen wahrzunehmen und zu respektieren, um Harmonie im Miteinander zu wahren. In Korea ist es wichtig, das Kibun der anderen im Blick zu behalten und sensibel auf subtile Hinweise zu reagieren, um Konflikte zu vermeiden und das soziale Gleichgewicht zu bewahren.
Geschenkkultur
In Korea hat das Schenken einen hohen kulturellen Stellenwert und drückt Wertschätzung sowie Verbundenheit aus. Menschen beschenken sich gegenseitig mit Pepero-Sticks. Oft werden die Geschenke kreativ verpackt und dekoriert. Es gibt spezielle Geschenksets und limitierte Editionen. Viele basteln auch personalisierte Pepero-Geschenke.
Warum der Tag so besonders ist
Der Tag stärkt die Beziehungen zwischen Familie, Freunden und Kollegen. Der Pepero Day wird in vielen Schulen, Universitäten und am Arbeitsplatz “gefeiert” und ist ähnlich wie der Valentinstag eine Gelegenheit, Zuneigung zu zeigen.
Einige Menschen nutzen den Tag auch als Anlass, um Wohltätigkeitsorganisationen zu unterstützen, indem sie Pepero in großen Mengen kaufen und an Bedürftige verteilen. So wird der Pepero Day zu einem Fest der Großzügigkeit und Liebe für die gesamte Gemeinschaft.
Eine süße Tradition in Korea: Pepero-Sticks
Fazit
Für mich ist der Pepero Day mehr als nur ein “süßer” Feiertag. Er ist ein Symbol für die besonderen zwischenmenschlichen Beziehungen, die die koreanische Kultur so wertvoll machen.
In Korea ist der Pepero Day fast so beliebt wie der Valentinstag – doch statt Blumen und Pralinen werden am 11. November Pepero-Sticks verschenkt. Während in Deutschland am Valentinstag vor allem Paare ihre Liebe zelebrieren, bietet der Pepero Day die Möglichkeit, auch Freunde und Kollegen zu beschenken. Diese süße Tradition ist jedoch einzigartig koreanisch, denn in Deutschland gibt es keinen vergleichbaren Feiertag, an dem knusprige Schokoladensticks die Hauptrolle spielen.
In diesem Sinne wünsche ich einen 빼빼로데이 축하해요! (Happy Pepero Day)
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/02/teaser-pepero-day.jpg500800ManuelManuel2026-02-13 19:27:562026-02-13 19:27:56Pepero Day – ein süßer, inoffizieller Feiertag am 11.11. in Korea
“Hello. This is Kal Hong from Korea.net First of all, congratulations on winning the trip to Korea as an Honorary Reporter!”
Mit diesen Worten begann die E-Mail von Kal Hong, der Managerin der Honorary Reporter. Als ich sie las, war ich erstmal sprachlos und konnte kaum glauben, dass ich tatsächlich eingeladen war.
Nur wenige Tage zuvor war die Top 10 der 1.386 Honorary Reporter aus 93 Ländern bekannt gegeben worden. Die Auswahl basierte auf der Anzahl und Qualität der Beiträge, ihrer inhaltlichen Relevanz, dem redaktionellen Stil, der Aufrufzahlen und den Veröffentlichungen auf der Hauptseite von Korea.net. Ich selbst war nicht nur der aktivste Honorary Reporter in Deutschland, sondern auch in Europa führend.
Mit der erwähnten Nachricht wurden die besten fünf Honorary Reporter zu einer feierlichen Award-Zeremonie und einer neuntägigen „Fam-Tour“ durch Korea, organisiert von Korea.net und dem MCST (Koreanischen Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus), eingeladen.
Was ich während dieser Reise erleben durfte, war weit mehr als nur eine Auszeichnung. Es war eine Zeit voller unvergesslicher Momente, neuer Freundschaften und tiefer Einblicke in die koreanische Kultur. Neugierig und voller Freude trat ich meine Reise an, die von den Mitarbeitenden von Korea.net mit großer Professionalität vorbereitet worden war.
In diesem und in den kommenden Artikeln möchte ich euch auf diese besondere Reise mitnehmen, damit auch ihr in diese Erlebnisse eintauchen und die Magie Koreas spüren könnt.
Es geht los
Nach einem zwölfstündigen Flug landete ich leicht erschöpft, aber überglücklich in Seoul.
Abflug in München und Landung in Seoul (Incheon Airport)
Am Flughafen Incheon wurde ich herzlich von Dosoo, einem Mitarbeiter von Korea.net, empfangen. Zu meiner Überraschung hatte er mir eine koreanische Bananenmilch mitgebracht – anscheinend wusste er, dass es für mich ein kleines Ritual ist, mir gleich nach der Landung eine zu gönnen. Mit diesem liebevollen Detail fühlte ich mich sofort willkommen. Gemeinsam fuhren wir in seinem Auto zu meinem Hotel in Seoul.
Herzlicher Empfang durch Dosoo von Korea.net mit einer kleinen Überraschung
Da das offizielle Programm erst am nächsten Tag begann, nutzte ich den freien Nachmittag und Abend, um die Atmosphäre von Seoul in aller Ruhe auf mich wirken zu lassen und den Abend mit klassischen koreanischen BBQ ausklingen lassen.
Gemütliches Korean BBQ am Vorabend
Am nächsten Morgen lernte ich schließlich die anderen besten Honorary Reporter 2024 kennen: Frenky aus Osttimor, Ilse aus Mexiko, Julia aus Russland und Foteini aus Griechenland. Zusätzlich traf ich die besten K-Influencer für Korea.net sowie die Gewinner des „Talk Talk Korea 2024“-Wettbewerbs. Schon bei diesem ersten Treffen spürte ich die spannende Vielfalt und den internationalen Geist, der uns alle miteinander verband – und natürlich die gemeinsame Liebe zu Korea, die uns zu einer einzigartigen Gemeinschaft machte.
Ein erstes gemeinsames Bild im Spiegel
Nach einer kurzen Einführung in das anstehende Programm starteten wir den Tag mit einem köstlichen koreanischen Essen – das erste von vielen unvergesslichen kulinarischen Highlights dieser Reise.
Vor der Generalprobe für das K-Wave Festival 2024, bei dem wir im Rahmen der Award-Zeremonie offiziell geehrt werden sollten, stand ein Besuch im HiKR Ground auf dem Plan.
Gemeinsamer Besuch des HiKR Ground der Korean Tourismus Organisation in Seoul
Der HiKR Ground, ein Erlebnispark im Korea Tourism Organization (KTO) Seoul Center, verbindet modernste Technologie mit traditioneller koreanischer Kultur. Dort kannst du eigene K-Pop-Videos drehen, in virtuellen Welten durch Koreas Landschaften wandern oder dich in traditionellen Handwerkstechniken versuchen. Für mich war es, als tauchte ich in eine faszinierende Mischung aus Tradition und moderner Popkultur ein.
Vor der Generalprobe am Vorabend ging es anschließend nach Myeong-dong zu einem K-Beauty-Programm. Dort konnten wir unseren Hauttyp analysieren lassen, erhielten Farbberatungen und bekamen Schminktipps – ein tolles Erlebnis, das die koreanische Begeisterung für Schönheit und Pflege greifbar machte.
Unser Besuch bei Beauty Play in Myeong-Dong
Frisch gestärkt durch ein gemeinsames Abendessen machten wir uns schließlich auf den Weg zur Veranstaltungshalle, der yes24 LIVE HALL in Gwangjin-gu, Seoul für die erste große Probe des K-Wave Festivals.
Es war beeindruckend zu sehen, wie minutiös alles für diese große, live übertragene Veranstaltung geplant war. Die Aufregung stieg, und ich konnte es kaum erwarten, Teil dieses besonderen Moments zu sein.
Ein besonderes Highlight des Abends war das Treffen mit unseren Honorary Reporter Managerinnen Kal Hong und Misun Jeong. Trotz des straffen Zeitplans und der Vorbereitung der Veranstaltung ließen sie es sich nicht nehmen, uns persönlich zu begrüßen.
Die fünf besten Honorary Reporter treffen die HR Managerinnen Kal Hong und Misun Jeong
Für mich war es ein besonderes Wiedersehen, da ich Kal Hong erst wenige Wochen zuvor bei meinem letzten Besuch in Korea bei Korea.net getroffen hatte. Es fühlte sich an wie ein Treffen mit alten Freunden.
Während der Proben für die Preisverleihung spürte man die Anspannung in der Gruppe. Jeder von uns hatte exakt 30 Sekunden Zeit, um von der Erwähnung unseres Namens bis zum markierten Platz auf der Bühne zu gelangen. Wir probten diesen Ablauf mehrmals, und Kal Hong übernahm humorvoll die Rolle des Vize-Ministers, der uns am nächsten Abend die Preise überreichen würde.
Kal Hong übernahm bei der Probe die Rolle des Vizi-Ministers und stimme uns gut auf die Preisverleihung ein
Nach den Proben und einem Interview für die Korean Times ging es zurück ins Hotel. Der nächste Tag würde der große Moment werden, und ich wollte gut vorbereitet sein.
Der große Tag
Am Tag der Preisverleihung waren wir schon viele Stunden vor Beginn der Veranstaltung in der yes24 LIVE HALL. Zwischen Interviews und langen Wartezeiten stieg die Spannung.
Für mich war dann noch der Besuch von Da Som Lee, der deutschsprachigen Honorary Managerin, ein besonders schöner Moment. Sie kam hinter die Kulissen, um mir persönlich Glück zu wünschen. Diese herzliche Geste nahm mir die letzte Anspannung und gab mir ein gutes Gefühl für den bevorstehenden Abend.
Als deutscher Honorary Reporter habe ich mich über den Besuch der verantwortlichen “German HR Managerin” Lee Da Som sehr gefreut
Plötzlich verging die Zeit wie im Flug. Die Halle füllte sich mit Gästen, und wir nahmen unsere Ehrenplätze in der ersten Reihe ein.
Schon am Nachmittag warteten die ersten Besucher auf den Einlass für das K-Wave Festival 2024
Als die Veranstaltung begann, fühlte ich mich wie in einem Traum. Die Moderatoren Park Sewon und Lim Sanghyuk führten durch den Abend, und bald wurde klar: Jetzt wurde es ernst.
Die Moderatoren des Abends: Park Sewon und Lim Sanghyuk
Der erste Vize-Minister für Kultur, Sport und Tourismus, Yong Ho-seong, eröffnete die Veranstaltung mit einer Rede, in der er die besondere Bedeutung des Honorary Reporters- und K-Influencer-Programms für Korea und den Tourismus hervorhob und dieses Programm und das Korea.net Team lobte.
Vize-Minister für Kultur, Sport und Tourismus, Yong Ho-seo eröffnete die Veranstaltung
Danach wurden wir einzeln auf die Bühne gerufen, während unsere vorab aufgenommenen Videovorstellungen und Dankesreden abgespielt wurden.
Auf der Bühne erhielt jeder von uns seine Urkunde aus den Händen des Vize-Ministers.
Ehrung durch Vize-Minister für Kultur, Sport und Tourismus, Yong Ho-seo (Fotos by Lee Da Som)
Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto verließen wir die Bühne – ein Moment, der sich wie eine kleine Ewigkeit anfühlte und doch so schnell vorüberging. Die Anspannung fiel augenblicklich ab, und wir freuten uns alle auf den weiteren Verlauf des Abends.
Nach den Ehrungen wurde die Bühne von K-Pop-Stars wie WOOAH, SF9, EPEX und dem koreanischen Tanzteam BEBE gerockt. Ihre beeindruckenden Performances sorgten für eine ausgelassene Stimmung und machten den Abend unvergesslich.
Show-Programm auf dem W-Wave Festival 2024
Nach der Veranstaltung folgten Interviews, Gratulationen und unzählige Fotos mit Freunden und Mitgewinnern.
Honorary Reporter Manuel Guthmann mit der Urkunde und im Interview für einen koreanischen TV-SenderDie Honorary Reporters Mangerinnen Kal Hong und Misun Jeong gratulieren Manuel Guthmann
Am Ende des Abends war ich entspannt und doch voller Energie. Es war ein überwältigendes Gefühl, Teil einer so beeindruckenden Veranstaltung gewesen zu sein – ein Erlebnis, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Damit fand der offizielle Teil der Ehrung auf dem K-Wave Festival 2024 seinen krönenden Abschluss – ein Abend, der voller Emotionen und unvergesslicher Höhepunkte steckte.
Doch die Reise war damit längst nicht vorbei. Am nächsten Morgen begann unsere Fam-Tour, eine aufregende Entdeckungsreise durch die faszinierende Welt Koreas, bei der uns jeden Tag neue Abenteuer erwarteten.
Wie gehts weiter?
Was ich auf dieser Tour alles erlebt habe, möchte ich in einer Reihe neuer Artikel mit euch teilen – exklusiv hier auf Korea.net.
Freut euch auf spannende Berichte über unseren Besuch im prachtvollen Gyeongbokgung-Palast, die Erkundung des Blauen Hauses, kulinarische Highlights beim gemeinsamen Kochen, den Besuch einer K-Pop Dance Academy. Doch das ist noch längst nicht alles! Ich werde euch auch mitnehmen zu weiteren faszinierenden Orten in Seoul und zu unserer atemberaubenden Fahrt in die malerische Natur rund um die Region Danyang.
Für mich war diese Reise eine der schönsten Zeiten meines Lebens, und ich möchte euch gerne mitnehmen auf diese magische Tour, die Tradition, Kultur und atemberaubende Landschaften miteinander verbindet. Seid gespannt und taucht mit mir ein in die Vielfalt Koreas!
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/02/17-.jpg500800ManuelManuel2026-02-13 19:26:302026-02-13 19:26:30Meine Erlebnisse als einer der besten Honorary Reporters 2024
In meiner dreiteiligen Artikel-Serie möchte ich euch von meinen Erlebnissen als Outstanding Honorary Reporter 2024 erzählen. Diese besondere Ehre wurde mir von Korea.net und dem koreanischen Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus (MCST) zuteil, die mich zusammen mit vier weiteren Honorary Reporters als die „Top 5“ nach Korea einluden, um vor Ort ausgezeichnet zu werden. Gemeinsam wurden wir zu einer spannenden neuntägigen “Fam Tour” eingeladen, die uns die Vielfalt und Schönheit Koreas näherbrachte.
Gerne möchte ich euch mit auf die Reise mitnehmen und meine Erlebnisse mit euch teilen.
Tag 1 – Spaß und K-Beauty
Bereits vor der feierlichen Award-Zeremonie hatten wir die Gelegenheit, uns bei den ersten Programmpunkten in Seoul besser kennenzulernen.
Ein perfektes Team – Die Gewinner 2024 starten in die neuntägige Fam Tour
Ein erstes Highlight war dabei das HiKR GROUND der Korean Tourism Organisation (KTO) – ein Ort, den du bei deinem nächsten Besuch in Seoul unbedingt erleben solltest!
HiKR GROUND in Seoul – Ein informativer Hotspot
Dieses stylische und innovative Kulturzentrum vereint modernste Technologie mit interaktiven Erlebnissen, die Koreas faszinierende Kultur, K-Pop, Essen und Tourismus-Highlights zum Leben erwecken. Hier kannst du dich in Fotospots kreativ austoben, virtuelle K-Pop-Bühnen erobern oder durch digitale Installationen die Vielfalt des Landes entdecken.
Im HiKR GROUND der Korean Tourism Organisation erfährt man viel über die Regionen in Korea
Wir hatten dort unglaublich viel Spaß, machten unzählige Fotos an den coolen Fotospots und genossen einfach eine großartige Zeit zusammen.
Ob allein oder in der Gruppe – informativer Spaß ist im HiKR GROUND gewährleistetDie FAM Tour Gewinner in einem HiKR GROUND Foto-Spot
Nachdem wir im HiKR Ground in die koreanische Kultur eingetaucht waren, ging es direkt mit dem nächsten spannenden Programmpunkt weiter: K-Beauty! Wer sich mit Korea beschäftigt, weiß, wie wichtig gepflegtes Aussehen und hochwertige Beauty-Produkte hier sind und um so mehr freute ich mich über unseren Nachmittag im BeautyPlay in Myeong-dong.
Einführung in K-Beauty im Beauty Play in Myeong-dong
Nach einer interessanten Einführung in die Welt der K-Beauty und koreanischen Kosmetikprodukte, die weltweit für ihre Qualität bekannt sind, erwartete uns eine individuelle Beratung.
Spannend mehr über seinen Hauttyp und die passenden K-Beauty Pflegeprodukte zu erfahren
Besonders spannend fand ich die Farbberatung sowie die Hautanalyse, die uns allen einen detaillierten Einblick in unsere Haut und ihre Bedürfnisse gab. Hier erfährt man, welche Problemstellen man hat und wie man diese richtig pflegt – ein absolut lohnender Stopp für alle, die mehr über ihre Haut und K-Beauty erfahren möchten!
Hier bekommt man professionelle Tipps: Ob Duft- oder Farbberatung
Tag 2 – K-Wave Festival und feierliche Ehrung
Ein unvergesslicher Moment war die glamouröse Award-Zeremonie, die sich wie eine Oscar-Nacht in Hollywood anfühlte.
Die fünf besten geehrten Honorary Reporters 2024 mit Vize-Minister für Kultur, Sport und Tourismus, Yong Ho-seo
Tag 3 – Die Klassiker in Seoul
Der erste Halt unserer Reise führte uns tief in die Vergangenheit: Wir besuchten den beeindruckenden Gyeongbokgung-Palast, das Herz der mächtigen Joseon-Dynastie.
Foteini, Salma, Yuila und Frenky bei der Hanbok-Anprobe
Bereits vor dem Betreten dieses historischen Juwels erlebten wir ein Highlight, das uns völlig in die Geschichte eintauchen ließ – wir schlüpften in traditionelle Hanboks, die nicht nur wunderschön anzusehen waren, sondern uns auch das Gefühl gaben, ein Teil der Vergangenheit zu sein.
Die fünf historischen Honorary Reporters 2024 Frenky, Ilse, Foteini, Julia und Manuel
Der Palast selbst war atemberaubend: Seine majestätischen Hallen, kunstvoll bemalten Dächer und weitläufigen Höfe erzählten Geschichten aus einer Zeit, in der Könige und Königinnen hier residierten. Besonders beeindruckend fand ich den Geunjeongjeon, die Thronhalle, in der einst wichtige Zeremonien stattfanden. Die detailreiche Architektur und die majestätische Atmosphäre ließen mich ehrfürchtig innehalten.
Geunjeongjeon, die Thronhalle im Gyeongbokgung Palast
Der Besuch im Gyeongbokgung-Palast war mehr als eine gewöhnliche Besichtigung – er war ein Eintauchen in eine faszinierende Epoche koreanischer Geschichte. Wer Seoul bereist, sollte sich dieses kulturelle Juwel auf keinen Fall entgehen lassen!
Impressionen des Gyeongbokgung Palast in Seoul
Am Nachmittag tauchten wir in die politische und historische Bedeutung Koreas ein: Unser Weg führte uns zum Blauen Haus (Cheong Wa Dae), dem ehemaligen Amtssitz des koreanischen Präsidenten. Dieser ikonische Ort, der bis 2022 das politische Machtzentrum des Landes war, beeindruckte mich nicht nur durch seine symbolträchtige Geschichte, sondern auch durch die atemberaubende Mischung aus traditioneller koreanischer Architektur und moderner Eleganz.
Das Blaue Hause – Bis 2022 Regierungssitz des koreanischen Präsidenten
Schon beim Betreten der weitläufigen Anlage wird man von der Harmonie zwischen Natur und Baukunst überwältigt. Umgeben von malerischen Bergen und perfekt gepflegten Gärten, wirkt das Blaue Haus wie ein Rückzugsort, der Kraft und Ruhe zugleich ausstrahlt.
Besonders faszinierend war es, mehr über die Bedeutung dieses Ortes zu erfahren – hier wurden wegweisende Entscheidungen für das Land getroffen, und das Gebäude ist ein stiller Zeuge vieler wichtiger Momente in der koreanischen Geschichte.
Sitzungssaal und Präsidenten-Schreibtisch im Blauen Haus (Cheong Wa Dae)
Im Inneren des Blauen Hauses bekam ich einen Einblick in die ehemaligen Arbeits- und Empfangsräume des Präsidenten. Die kunstvollen Details der Inneneinrichtung, von den fein gearbeiteten Holzarbeiten bis hin zu den sorgfältig gestalteten Dekorationselementen, spiegeln nicht nur die ästhetischen Werte Koreas wider, sondern auch den Respekt für die Verantwortung, die mit diesem Amt einhergeht.
Wir waren sichtlich beindruckt von dem Anwesen und dem Blauen Haus
Doch damit war unser Tag noch lange nicht vorbei. Am frühen Abend ging es hoch hinaus, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Wir besuchten den imposanten Lotte World Tower, ein architektonisches Meisterwerk, das mit seinen beeindruckenden 555 Metern Höhe nicht nur das höchste Gebäude Koreas, sondern auch eines der höchsten weltweit ist. Schon allein der Anblick des Turms von unten war überwältigend – ein Symbol für die Moderne und den Fortschritt des Landes.
555 Meter hoch – Das höchste Gebäude in Korea und das viertgrößte der Welt: Lotte Tower
Unsere Fahrt mit dem Aufzug zum Sky Deck war ein Erlebnis für sich. In atemberaubender Geschwindigkeit schossen wir in die Höhe. Oben angekommen, wurden wir mit einem Panoramablick belohnt, der seinesgleichen sucht.
Unser Motto für den Moment: We Love Seoul Sky
Die Skyline von Seoul erstreckte sich bis zum Horizont, und es fühlte sich an, als könnten wir die ganze Stadt mit einem Blick umarmen.
Die Skyline von Seoul ist rundum beeindruckend
Nach diesem spektakulären Ausblick zog es uns in die Lotte World Mall, die direkt unter dem Turm liegt. Hier erwartete uns eine faszinierende Mischung aus luxuriösen Geschäften, koreanischen Marken und internationalen Labels. Ob Souvenirs, Mode oder Kosmetik – das Angebot ließ keine Wünsche offen. Natürlich hatten wir eine Menge Spaß, stöberten durch die Läden und gönnten uns hier und da kleine Einkäufe.
Shopping in der Lotte World Mall ist ein besonderes Erlebnis
Tag 4 – K-Food Cooking, KBS Media Power und K-Pop Dance erleben
Der vierte Tag unserer gemeinsamen Tour begann mit einem besonderen Highlight: Wir besuchten die renommierte koreanische Kochschule Food & Culture Academy, um unter der fachkundigen Anleitung von Ellie Hyewon Lee die Kunst der Zubereitung eines authentischen Bibimbap zu erlernen.
Aus Hobby-Köchen wurden Bibimbap-Profis
Schon beim Betreten der Küche spürte man, dass dieser Ort etwas ganz Besonderes ist. Kein Wunder, denn Ellie ist eine echte Koryphäe in ihrem Bereich. In ihrer Kochschule war bereits das Who’s who der koreanischen Prominenz zu Gast – Schauspieler, Idols und andere Celebrities schwören auf ihre Expertise. Doch nicht nur das: Sie ist auch dafür bekannt, die Gerichte für K-Dramen und Netflix-Produktionen zuzubereiten. Das Essen, das wir in den beliebten Serien und Filmen sehen, entsteht unter ihrer kreativen Leitung und macht die kulinarischen Szenen zu einem visuellen und geschmacklichen Highlight.
Nur ein kleiner Auszug der Stars, die hier schon gekocht oder mit Ellie Hyewon Lee gearbeitet haben
Jeder von uns bekam seinen eigenen Arbeits- und Kochplatz, und nach einer kurzen Einführung ging es direkt los. Ich stand also in der Kochschule am Herd, schnitt das frische Gemüse und bereitete die Zutaten sorgfältig vor – Pilze, Zucchini, Salat, Zwiebeln und das perfekt marinierte Fleisch. Schritt für Schritt erklärte Ellie, wie alles harmonisch kombiniert wird, um die Vielfalt der Aromen, die Bibimbap so besonders macht, zur Geltung zu bringen.
Manuel und Foteine haben bei der Kochschule Food & Culture Academy gelernt authentisches Bibimbap zuzubereiten
Natürlich gaben sich alle größte Mühe, denn das Gericht war nicht nur unser Lernerfolg, sondern auch unser wohlverdientes Mittagessen. Als wir schließlich gemeinsam an unseren liebevoll angerichteten Bibimbap-Schalen saßen, war der Stolz auf das selbst Gekochte deutlich spürbar.
Zum krönenden Abschluss des Erlebnisses erhielt ich ein Zertifikat, das meinen erfolgreichen Besuch der Kochschule und die Zubereitung eines traditionellen Bibimbap offiziell bescheinigt.
Mein Meisterwerk Bibimbap von Manuel und mein Zertifikat
Während unserer Tour hatten wir an diesem Nachmittag die einmalige Gelegenheit, die koreanische Medienanstalt KBS (Korean Broadcasting System) zu besuchen. Dort bekamen wir einen spannenden Einblick in die Welt des koreanischen Fernsehens, Hörfunks und der Medienproduktion.
Die Korea.net Chef-Managerin der Honorary Reporters, Kal Hong mit ihren Honorary Reporters bei KBS
Wir konnten verschiedene TV-Studios erkunden – von Sets für aktuelle Sendungen wie das Frühstücksfernsehen oder Kindersendungen bis hin zu den beeindruckenden Kulissen für aufwendige Show-Produktionen und beliebte K-Dramen.
TV-Studios bei KBS in Seoul
Besonders aufregend war es, selbst aktiv zu werden: Wir durften Kameras bedienen, Serien synchronisieren und vertonen oder sogar in die Rollen eines Nachrichtensprechers oder Wetter-Moderators schlüpfen.
KBS News um 9 mit Manuel und Voice-over mit Nicky und Frenky
Ein besonders unterhaltsamer Moment war, als Kal Hong, die leitende Managerin der Honorary Reporters, spontan mitmachte und uns den Wetterbericht für die kommenden Tage präsentierte. Ihre humorvolle und energiegeladene Art machte das Erlebnis unvergesslich, und wir alle hatten großen Spaß daran, selbst einen professionellen Wetterbericht zu versuchen.
Foteine wurde zur Kamerafrau berufen und HR Managerin Kal Hong präsentierte gut gelaunt das Wetter
Auch wenn keiner von uns spontan, als Medienstar entdeckt wurde, war der Besuch bei KBS eine unglaublich spannende und unterhaltsame Erfahrung.
Wenn man an die Kultur und die Highlights Koreas denkt, kommt man an K-Pop natürlich nicht vorbei. Die Künstler und Interpreten beeindrucken nicht nur mit ihren musikalischen Talenten, sondern auch mit ihren ausgefeilten Choreografien, die in Musikvideos und Live-Shows ein echtes Spektakel sind. Deshalb durfte ein Besuch bei einer K-Pop Dance Academy in unserem Programm natürlich nicht fehlen.
Tanzen wie ein K-Pop Star – Wir in der K-Pop Dance Academy Dancejoa
In der Dancejoa Academy in Gangnam tauchten wir in diese energiegeladene Welt ein. Zu dem Song Supernatural von NewJeans studierten wir unter Anleitung eines professionellen K-Pop-Dance Trainers in zwei intensiven Stunden eine beeindruckende Choreografie ein. Es war eine Mischung aus Spaß, Teamwork und schweißtreibendem Körpereinsatz – und ganz nebenbei ein echtes Workout!
K-Pop Dance: Nach zwei Stunden Proben konnten wir eine gute Perfomance abliefern
Obwohl ich selbst wahrlich kein Profi-Tänzer bin, war es erstaunlich zu sehen, wie ich Schritt für Schritt die Bewegungen zusammenfügte und am Ende eine gute Performance hinlegte. Der Stolz und die Freude, es geschafft zu haben, waren riesig, und die Atmosphäre in der Academy war voller Energie und Begeisterung.
Nach unserem Debüt noch ein Gruppenfoto mit unserem Coach
Tag 5 – Besuch der Korea.net Redaktion
Heute führte uns unser Weg zu Korea.net, wo wir die Gelegenheit hatten, einen Blick hinter die Kulissen der Redaktion zu werfen.
Wir wurden von Kal Hong, Chef Managerin der Honorary Reporters herzlich in der Redaktion von Korea.net empfangen
Bei einem Rundgang lernten wir die verschiedenen Arbeitsbereiche kennen, darunter auch ein kleines Video- und Produktionsstudio, das für die Erstellung von multimedialen Inhalten, Live-Schulungen und Youtube Videos von Korea.net genutzt wird.
Die leitenden Managerinnen Misun Jeon und Kal Hong mit “ihrer Honorary Reporters Mannschaft” im Studio
Bei unserem Besuch konnten wir auch weitere Mitarbeiter, Mangerinnen und Manager sowie den Teamleiter, Kang Seong Chulvon Korea.net kennenlernen, der uns nicht nur gratulierte, sondern motivierte noch lange als Honorary Reporter aktiv zu sein.
Besonders spannend war es, im Team-Besprechungsraum von den beiden Honorary Reporters Managerinnen Kal Hong und Misun Jeon Einblicke in den gesamten Prozess zu erhalten, wie die Artikel der Honorary Reporters und Redakteure geprüft, bearbeitet und online veröffentlicht werden.
Allein der Aufwand und die Detailgenauigkeit, die bei jedem Beitrag in der Nachbearbeitung und Veröffentlichung stecken, haben uns alle beeindruckt – es ist weitaus komplexer und umfangreicher, als ich erwartet hatte.
Einblicke in die tägliche Arbeit von Misun Jeon und Kal Hong und ein Grußwort von Teamleiter, Kang Seong Chul
Ein persönliches Highlight für mich war das Gespräch mit Da Som Lee, der Managerin, die für die deutschen Artikel auf Korea.net und die deutschsprachigen Honorary Reporters verantwortlich ist. Sie nahm sich sehr viel Zeit, um sich mit mir auszutauschen, und wir sprachen über die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit sowie die Entwicklung und Inhalte der deutschen Seiten von Korea.net. Dieses Gespräch war nicht nur herzlich, sondern auch äußerst inspirierend und motivierend für die Zukunft unserer gemeinsamen Arbeit.
Manuel mit Da Som Lee. Sie ist für die deutsche Abteilung bei Korea.net und die deutschen Honorary Reporters verantwortlich
Dieser Besuch in der Redaktion hat mir noch einmal verdeutlicht, wie viel Leidenschaft und Professionalität hinter Korea.net steckt und wie wichtig die Arbeit der Honorary Reporters für die weltweite Verbreitung koreanischer Kultur ist.
Wie geht’s weiter
Doch dies markierte erst den Beginn unserer Fam-Tour voller unvergesslicher Highlights, faszinierender Entdeckungen und einzigartiger Erlebnisse. Was uns in den nächsten Tagen erwartete, war wie eine Schatzkiste voller koreanischer Kostbarkeiten:
Von malerischen Filmsets, die Geschichten aus vergangenen Zeiten erzählen, über einen bewegenden Tempelbesuch bis hin zu herbstlichen Landschaften, die wie gemalt wirkten. Doch diese Erlebnisse sind eine eigene Geschichte wert – mehr davon erfahrt ihr demnächst im dritten Teil meiner Reiseerzählung!
https://dev.korea-inside.net/wp-content/uploads/2026/02/teaser-image-fam-tour2024.jpg500800ManuelManuel2026-02-13 19:25:252026-02-13 19:25:25Meine Erlebnisse auf der Korea.net Fam Tour
Ein goldenes Finale für ein ereignisreiches Jahr
Heute möchte ich euch mit auf eine kleine Reise hinter die Kulissen der Ehrenreporter von Korea.net nehmen. Man könnte sagen, dieser Artikel ist „in eigener Sache“. Aber genau das macht ihn besonders, denn als Honorary Reporter geht es nicht nur darum, Korea aus verschiedenen Perspektiven zu zeigen, sondern auch, die Begeisterung und den Austausch innerhalb dieser internationalen Community erlebbar zu machen.
Unsere Jahresabschlussfeier der Korea.net Ehrenreporter
Unter dem Motto „K-Voyage Begins“ startete am 30. April 2024 die neue Runde der Honorary Reporters. Mit insgesamt 1.387 Ehrenreportern aus 93 Ländern, die in zehn verschiedenen Sprachen berichten, wurde auch dieses Jahr ein beeindruckendes Netzwerk geschaffen, um die Liebe zu Korea weltweit zu teilen.
Das Jahr 2024 war für uns Reporter vollgepackt mit aufregenden Momenten. Neben dem Schreiben von Artikeln konnten wir an zahlreichen Online-Schulungen und Networking-Treffen teilnehmen. Doch wie bei jeder Aufgabe oder „Reise“ kommt irgendwann der Moment, innezuhalten, zurückzublicken und das Jahr gebührend zu verabschieden.
Und genau das taten wir bei dem „2024 Honorary Reporters Year-End Gathering Online“ am 7. Dezember. Diese besondere Veranstaltung war nicht nur eine Gelegenheit, uns noch tiefer zu vernetzen und auszutauschen, sondern auch ein echtes Highlight zum Jahresende.
Der Dresscode? Gold! Egal ob Haarspange, Schal oder glitzerndes Outfit – die Bildschirme erstrahlten im goldenen Glanz, und die festliche Stimmung war förmlich spürbar.
Dresscode: Irgendwas mit Gold
Die Veranstaltung begann um 14 Uhr koreanischer Zeit, was für mich in Deutschland bedeutete, dass ich mich bereits um 6 Uhr morgens vor den Computer setzte – mit einer Tasse dampfendem Kaffee und voller Vorfreude. Was mich erwartete, war mehr als nur ein virtuelles Treffen. Es war ein Nachmittag voller Gemeinschaftsgefühl, inspirierender Momente und vor allem viel Spaß.
Ein abwechslungsreiches Programm, das verbindet
Die Veranstaltung bot eine perfekte Mischung aus Unterhaltung, Wissen und Kreativität.
Gleich zu Beginn wurden wir von den beiden Gastgeberinnen, den Honorary Reporter Managerinnen Kal Hong und Misun Jeon, in Pyjamas, die farblich auf das Motto in Gold abgestimmt waren, begrüßt. Für viele internationale Teilnehmer war es bereits Abend oder – wie bei mir – Morgen. Doch von Müdigkeit keine Spur, denn die Veranstaltung begann mit einem „Brain Breaker“, bei dem uns interaktive Fragen über das Honorary Reporter-Programm und das Korea.net-Team gestellt wurden. So erfuhren wir beispielsweise, dass Laufen die Lieblingssportart von Misun ist.
Zu jeder Uhrzeit die perfekten Gastgeberinnen: Kal Hong und Misun Jeon
Danach ging es bei „Spin the Chat“ darum, persönliche Einblicke zu teilen – von kuriosen Modetrends bis hin zu Vorlieben in fremden Sprachen. Hier musste Kal unter anderem beantworten, was ihr lieber ist: fünf Misuns gleichzeitig oder eine fünfjährige Misun.
Diese Programmpunkte sorgten für einen entspannten Einstieg und lüfteten das ein oder andere Geheimnis über unsere Managerinnen.
Ein Highlight war der anschließende Workshop „Interview A to Z“, bei dem uns Alaa Atef Ebada aus Ägypten, Foteini Chatzoudi aus Griechenland und Seema Thomas aus Indien wertvolle Tipps für das Führen professioneller Interviews gaben.
Von der richtigen Ansprache potenzieller Interviewpartner bis hin zur Nachbereitung wurde alles abgedeckt. Diese Session zeigte einmal mehr, wie wichtig es ist, die eigene Arbeit stetig zu verbessern und voneinander zu lernen.
Drei aktive Honorary Reporters gaben uns Einblicke in Interviewtechniken für spannende Artikel
Nach einer kurzen Pause ging es rasant mit dem Programm weiter. Kal und Misun nutzten die Pause, um vom Pyjama in festliche, goldene Abendgarderobe zu wechseln – für dieses Outfit hätten sie eigentlich einen Preis verdient!
Der kulinarische Programmpunkt „Bite Around the World“ brachte uns auf eine virtuelle Reise durch die Küchen der Welt – von Palak Paneer aus Indien bis hin zu mexikanischen Enchiladas. Es war faszinierend, wie Essen eine Brücke zwischen Kulturen schlagen kann. Besonders unterhaltsam war es zu sehen, wie Kal und Misun das Essen durch Optik und Geschmack in diesem Essensquiz errieten. Ich habe gelernt, dass die beiden wahre Feinschmecker sind.
Kulinarisches Quiz mit Kal und Misun
Hier möchte ich die vielen fleißigen Helfer von Korea.net erwähnen, die diese Veranstaltung mitorganisierten und hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf sorgten.
Nach so viel Unterhaltung bekamen wir mit „Remember Book“ die Gelegenheit, unsere Erfahrungen und Ziele kreativ festzuhalten. In kleinen Online-Gruppen gestalteten wir digitale Inhalte, die später in einem gemeinsamen E-Book veröffentlicht werden. Es war eine wunderbare Möglichkeit, die Erinnerungen an das vergangene Jahr festzuhalten und gleichzeitig neue Inspirationen für die Zukunft zu sammeln.
Rückblick und Ausblick
Zum Abschluss der Veranstaltung erhielten wir Einblicke in die zukünftigen Pläne von Korea.net, darunter den Rekrutierungsplan für 2025. Es war motivierend zu sehen, wie das Honorary Programm sich weiterentwickelt und noch mehr Menschen weltweit inspirieren soll.
Nun gab es noch eine besondere Überraschung: Bei der „Lucky Draw“-Ziehung wurden Preise unter den Teilnehmern verlost, bevor die „Best Dresser“ der Veranstaltung gekürt wurden.
Zu meiner großen Freude wurde ich – neben Debolina Gosh aus Indien und Gomana Mohamed Helmy Hammad aus Ägypten – als einer der drei Best Dresser ausgezeichnet. Es war eine unerwartete Ehre und eine wunderbare Anerkennung, die die Veranstaltung für uns alle noch unvergesslicher machte.
Die “Best Dresser” in Gold
Besonders berührend war das Gemeinschaftsgefühl bei den abschließenden digitalen Gruppenfotos, das trotz der Distanz über die Bildschirme hinweg spürbar war. Die Möglichkeit, Teil dieser vielfältigen und engagierten Gruppe der weltweiten Honorary Reporter zu sein, ist für mich immer wieder ein Highlight.
Eines der gemeinsamen Gruppenfotos des Honorary Reporters Year-End Gathering Online
Mit der Veranstaltung endet ein ereignisreiches Jahr voller unvergesslicher Momente. Gleichzeitig weckt sie die Vorfreude auf neue Geschichten, Begegnungen und Wege, Korea mit der Welt zu teilen. Und somit endet auch mein Einblick „in eigener Sache“ hinter die Kulissen dieser tollen Veranstaltung.
Abschließend danke ich allen, die unsere Artikel auf Korea.net lesen und unsere Arbeit unterstützen. Es ist eine Freude, die Schönheit, Kultur und Vielfalt Koreas mit euch zu teilen.